Freitag, 26. August 2016

[REZENSION] Sieben Nächte in Tokio ~ Cecilia Vinesse

   



Dies ist die Geschichte von Sophia und Jamie und der einen Woche, in der die Zeit stehen zu bleiben schien...
Eine Woche noch bleibt Sophia in Tokio, der Stadt, in der sie seit vier Jahren lebte. Dann muss sie zurück in die USA ziehen und all das aufgeben, was ihr wichtig ist: das pulsierende Tokio mit seiner Mischung aus Fremdheit und Vertrautheit, vor allem aber ihre besten Freunde Mika und David. Da kommt Jamie Foster-Collins nach längerer Abwesenheit zurück in die Stadt: Jamie, Sophias heimliche erste Liebe, der ihr damals das Herz gebrochen hat. Auf nichts hat Sophia weniger Lust als darauf, sich den Abschied von Tokio durch Jamies Rückkehr zusätzlich verkomplizieren zu lassen. Doch genau das geschieht: Jamie ist wieder da, und natürlich wirbelt er Sophias ohnehin schon strapaziertes Gefühlsleben noch zusätzlich durcheinander. (Textquelle: amazon.de)


Das Buch fällt durch seine frischen, bunten Farben direkt ins Auge. Der Hintergrund zeigt leicht verschwommen Tokio in all seinen Farbfacetten. Im Vordergrund ist ein junges Mädchen im Comic-Style und der Titel wurde daran farblich angepasst. Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut. Es sind genau meine Farben und haben mich neugierig auf den Inhalt der Geschichte gemacht.


"Zu Beginn des Sommers redete ich mir ein, ich hätte noch genügend Zeit, den Umzug von einem Kontinent zum anderen zu meistern."



Dies ist das erste Buch von Cecilia Vinesse, wobei sie schon zahlreiche Bücher aus dem Französischen und Englischen übersetzt hat. Ich durfte diese Story bereits vorablesen und war nachdem ich es das erste Mal gesehen habe, total neugierig und freute mich aufs Lesen.

Sophia hat nur noch 6 Tage und 20 Stunden in Tokio, dann wird sie mit ihrer Mutter und Schwester in die USA zurückkehren. Eigentlich müsste sie ihre Sachen packen, denn in wenigen Tagen kommt das Umzugsunternehmen. Sophia nutzt lieber die Zeit mit anderen Dingen. Sie besucht ihre Lieblingsplätze in Tokio oder trifft sich mit ihren Freunden. Denn hier hat sie endlich welche gefunden und gerade jetzt muss sie den Kontinent verlassen. Dabei klopft ihr Herz für jemanden und der Abschied rückt immer näher. Zwischen ihr und ihrer besten Freundin Mika herrscht gerade Eiszeit und ihr Vater in Frankreich verhält sich merkwürdig.
Wird Sophia mit einem guten Gefühl abreisen können?

Der Schreibstil liest sich recht flüssig, sobald man sich einmal daran gewöhnt hat. Cecilia Vinesse beschreibt die Ortschaften in Tokio angenehm, wobei ich mir noch mehr Details gewünscht hätte, um es mir besser vorstellen zu können. Sie nutzte einige Ausdrücke und Namen zu Dingen, die ich nicht kannte und erst im Internet recherchieren musste. Eine kleine Liste mit genau diesen Begriffen hätte ich mir am Ende des Buches sehr gut vorstellen können.

Das Buch wurde als ein Countdown von 6 Tage und 20 Stunden aufgebaut und unterteilt, was mir gut gefallen hat. Ich hatte dadurch ein gutes Zeitgefühl und konnte mir so gut vorstellen, was für ein Druck auf Sophia lastete.

Die Geschichte ist angenehm zu lesen, aber das Besondere und Einzigartige hat mir gefehlt. Es plätscherte vor sich hin bis ich genau über die Hälfte des Buches angelangt war. Ab da konnte ich es kaum noch aus den Händen halten und war in der Erzählung angekommen. Trotzdem blieb mir das Kopfkinoerlebnis leider verborgen.
Die Emotionen nahmen zu und ich fühlte mich der Protagonistin Sophia nah und konnte mitfühlen, was sie gerade durchmachte.
Jamie hat mir von Anfang an gut gefallen, wogegen David nur Minuspunkte bei mir ansammelte.

Das Ende blieb offen und war emotional. Ich konnte mir Gedanken darüber machen und habe eine eigene Vorstellung davon, wie es mit den Charakteren weiter gehen könnte. Über eine Fortsetzung würde ich mich allerdings freuen.

"Sieben Nächte in Tokio" von Cecilia Vinesse ist ein Jugendbuch, was über Freundschaft, Familie, Abschiede und der ersten Liebe erzählt. Eine niedliche Story für Zwischendurch mit einer beeindruckenden Kulisse. ~ erste Liebe ~ Teenagerstory ~ eine Suche nach Geborgenheit und Glück 


4,0 von 5 Blumen 


"Das Licht eines Sterns hat noch Bestand, wenn der Stern selbst längst erloschen ist. Zuhause ist auch dann noch Zuhause, wenn es tausende Meilen weit weg ist." (Seite 273)


© Bild: Rachel E. Holmes




Cecilia Vinesse ist halb Engländerin, halb Amerikanerin, und wie Sophia besuchte sie die internationale Schule in Tokio. Ihren Uniabschluss machte sie in New York, lebt heute aber in England mit ihrem Freund, einem Mops und einer großen Auswahl an Büchern und Tee.
(Textquelle:amazon.de


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