Dienstag, 26. Juli 2016

[REZENSION] 2033 ~ Lya Sanders

  



Deutschland im Jahr 2033:
Niemals hätte Melissa damit gerechnet, ihre Jugendliebe wiederzutreffen, schon gar nicht bei der Flucht vor den Bloodhounds, doch dann passiert genau das. Ohne zu zögern, nimmt sie den verzweifelten Ibo bei sich auf. Die Gefühle flammen wieder auf, aber Zukunftsängste und Sorgen um seine verschwundene Familie überschatten das junge Glück und stellen es auf eine harte Probe.
Willkürliche Verhaftungen und tödliche „Unfälle“ deuten daraufhin, dass dem Land ein neuer Holocaust bevorsteht. Mit Ibo an ihrer Seite beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, doch als Moslem in einer Welt voller Hass muss er um sein Leben fürchten.
Werden sie es schaffen, oder treiben blinder Hass und Wut die Gesellschaft dazu, die Fehler des letzten Jahrhunderts zu wiederholen?
Eine spannende Dystopie mit einem Hauch Romantik. (Textquelle: amazon.de)


Das Cover machte mich auf den ersten Blick neugierig. Bei der Printversion stellte ich beim genaueren hinsehen fest, dass die Grafik pixelig und das Mädchen im Gegensatz zum Hintergrund gestochen scharf dargestellt ist. Dadurch wirkt es nicht zusammengehörig, sondern eher zusammen gepuzzelt, was ich sehr schade finde. Bei der eBook Variante wirkt es von Weitem harmonischer.


"Geht's noch? Melissa fluchte."



Ich wurde durch eine Wanderbuchgruppe auf dieses Buch aufmerksam und durfte es im Rahmen der Aktion lesen. Der Klappentext versprach mir eine spannende Dystopie und ich hatte große Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden.

Wir befinden uns im Jahr 2033 in Köln: Melissa trauert ihrer Jugendliebe hinterher und plötzlich entdeckt sie ihn, wie er sich versteckt. Ibo - ein Muslim, wird von den Bluthunden gesucht und seine Familie ist bereits in Gewahrsam genommen. Es beginnt eine gefährliche Suche nach seinen Eltern und Melissas Gefühle zu Ibo werden neu entfacht. Gibt es eine Zukunft für die Beiden?

Der Schreibstil von Lya Sanders ist flüssig zu lesen, abgesehen von einigen Wiederholungen, welche die Geschichte nicht voranbrachten - Zeilenfüller. Ein versinken in das Geschehen war mir unmöglich, weil mir die lebendige Art fehlte, die eine Story zum Leben erweckt. Die erste Hälfte der Erzählung ist fast ereignislos und es fehlte mir an Spannung. Erst auf den letzten sechzig Seiten fühlte ich leichten Nervenkitzel aufkommen, den ich mir über das gesamte Buch gewünscht hätte.

Die Charakteren sind flach und emotionslos beschrieben. Es gab eine Szene zwischen Melissa und Ibo, die mir einen Kloß im Hals verursachte - für mich zu wenig. Ich fand einfach keinen richtigen Draht zu den Protagonisten.

Das Nachwort der Autorin stimmte mich nachdenklich und mir lief eine Gänsehaut über den Rücken. Lya Sanders schrieb diese Story bereits vor längerer Zeit und zum Erscheinen des Buches ist der gesellschaftliche Hintergrund gar nicht mehr so weit von der Wirklichkeit entfernt, was ich sehr erschreckend finde.

"2033" von Lya Sanders ist ein dystopischer Roman der über Zukunftsängste, Hass und Wut in der Gesellschaft erzählt. Eine kurzweilige Story mit einigen Schwächen, die ausbaufähig sind. ~ Holocaust ~ fehlende Spannung ~ ein Hauch von Emotionen  


 
3,0 von 5 Blumen 

Lya Sanders ist das Pseudonym einer deutschen Jungautorin. (Textquelle: amazon.de) 

© 2016 Katis-Buecherwelt;
Cover:Lya Sanders;
*Preise z. Zt. der Veröffentlichung