Mittwoch, 20. Januar 2016

[BLOGTOUR] Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle ~ Sabine Ibing ~ TAG 3 ~ Unterschied zwischen realer und virtueller Freundschaft


Herzlich Willkommen 

zur

"Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle" ~ BLOGTOUR von Sabine Ibing

Am Montag startete die Blogtour bei PhinchensFantasyRoom. Sie hat euch das Buch etwas näher vorgestellt. Gestern waren wir bei Mein Bücherparadies und dort gab es einen sehr interessanten Beitrag zum "Narzissmus". Das heutige Thema handelt von der "realen und virtuellen Freundschaft".

Wir alle haben reale und virtuelle Freunde um uns herum, doch was genau bedeutet das?


Finden wir in unserem Umfeld. Sei es durch den Kindergarten, Schule, Studium, Arbeit oder einer Fete. Es entsteht ein persönlicher Kontakt zu einer Person, mit der man seine Freizeit gestaltet und sich austauscht. Mit der Zeit kann dabei eine sehr innige und vertraute Freundschaft entstehen, oder aber eine engere Bekanntschaft.


Diese finden wir auf Social Media Seiten, Foren & Communities oder auf Gaming-Portalen. Eine reine Freundschaft über das Internet. Die Personen können maximal gesehen und angehört werden, durch Fotos oder Videos. Einen persönlicher Kontakt gibt es in der virtuellen Welt nicht!


Bildquelle: pixabay.com
Ich finde reale Freunde sehr wichtig. Es müssen nicht an jedem Finger drei Freunde sitzen, eine kleine überschauliche Anzahl reicht schon aus, um sich wohl zu fühlen. Wir Menschen sind nicht dazu gemacht "ALLEIN" durchs Leben zu gehen. Wir sind gesellig und brauchen gute Gespräche mit einem Freund. Ein Freund hört zu, wenn es mir schlecht geht oder freut sich mit mir über gute Nachrichten. Man streitet um sich wieder zu vertragen. Ein guter Freund geht mir dir durch all deine Lebenslagen, gute und schlechte gehören auch dazu.



Es gibt mehrere Umgangsformen der virtuellen Freundschaft, wie z.B. dem Austausch über ein Hobby, dem Gaming, der virtuellen Brieffreundschaft, der Suche nach einer Partnerschaft und viele weitere. 
Die virtuelle Freundschaft kann auch ein Sprungbrett einer realen Freundschaft bedeuten oder sogar zum Partner des Lebens führen. Immer wieder finden sich Paare im Internet für eine gemeinsame Zukunft.
Genauso ist es mit den Freundschaften. Es kann funktionieren, aber auch daneben gehen. Aber genau das kann auch in der realen Welt passieren. Man findet dort seinen Partner oder Freund fürs Leben oder aber man fällt Meter tief auf die Nase und steht wieder auf. 

Bildquelle: pixabay.com
Ich selber habe sehr viele virtuelle Freunde mit denen ich mich gerne über mein Hobby austausche und andere mit denen ich selbst über mein Privatleben spreche. Es gibt auch einige virtuelle Freundschaften, mit denen ich im telefonischen Kontakt stehe oder diese bereits getroffen habe. Aus einer virtuellen Freundschaft kann auch eine reale Freundschaft entstehen.

Es gibt aber auch eine Schattenseite in der virtuellen Welt. Wenn Freundschaften zerbrechen und dies öffentlich geschieht, werden oftmals Personen bloßgestellt und verletzt. In den meisten Fällen können sich diese Menschen nicht einmal zur Wehr setzen um dies richtig zu stellen. Man lernt oftmals nur einen Teil der Person kennen und erschreckt sich, wenn aus Freundlichkeit, Feindseligkeit wird.

Ich selbst habe bereits einige negativen Erfahrungen gemacht, was der virtuellen Freundschaft betrifft, dennoch gibt es sehr viele nette Menschen im www mit denen ich sehr gerne kommuniziere und mich austausche. Durch einige Social Media Plattformen entstanden auch reale Freundschaften, die ich nicht missen möchte.

Wichtig ist ... jeder sollte ... sei er im realen oder virtuellem Leben .. sich immer treu bleiben und sich nicht verstellen.

Zu diesem Thema durfte ich Sabine Ibing  
einige Fragen stellen ...  


1.) Sabine, was bedeutet für dich Freundschaft?
Ich würde das in richtig gute Freunde einteilen und lockere Freunde. Von den richtig guten Freunden hat man vielleicht eine Handvoll. Das sind die Menschen, auf die man sich immer und zu jeder Zeit verlassen kann. Bei denen man nachts um drei klingeln könnte, die dir dann einen Kaffee kochen und dir zuhören.

Und dann gibt es die lockeren Freunde. Das sind die, die kommen und gehen. Mit denen hat man eine schöne Zeit, weil es gerade passt und gut ist es. Ich bin viel herumgekommen, hatte viele Freunde durch den Sport, europaweit. Man sah sich zu Wettkämpfen, hatte dort seinen Schlafplatz, viel Spass miteinander über Jahre. Irgendwann sind die Leute halt weg. Ich bin mit 35 von Hannover nach Teneriffa gezogen. Für die meisten Leute war ich dann einfach fort. Mit wenigen habe ich weiter Kontakt gehalten. Interessant war, plötzlich riefen mich jede Menge Leute an, mit denen ich kaum zu hatte, wir wären doch beste Freunde … Sie wollten mich besuchen kommen. Ich fragte dann, in welchem Hotel sie wohnen. Hotel? Sie dachten bei mir könnten sie wohnen. Kleine Wohnung, tut mir leid, kein Platz, war die Antwort. Nun hatten sie plötzlich keine Zeit mehr. Natürlich hatte ich für gute Freunde immer Platz, eine große Wohnung. Von Teneriffa bin ich in die Nähe von Frankfurt gezogen und von dort in die Schweiz. Gute Freunde ziehen mit einem mit, im Herzen, man bleibt in Kontakt. Die Oberflächlichen kommen und gehen.

Und nun zu der Bedeutung. Auf die wenigen guten Freunde, die du hast, kannst du dich immer verlassen. Die anderen sind auch klasse. Mit denen hast du Freude im Leben, auf eine begrenzte Zeit. Die würde ich auch nicht missen wollen. Ich würde die Bedeutung auch nicht so hoch hängen. Je älter man wird, um so bedeutungsloser wird das. Da triffst du dich mit Leuten, die du ewig nicht gesehen hast, deine ehemals besten Freunde, Klassenkameraden usw. aus der Jugend sitzen dir gegenüber und du fragst dich, was dich wohl damals verbunden hat. Da gibt es andere, die kannte man oberflächlich und die sind nun auf deiner Wellenlänge.

2.) Was unternimmst du am liebsten mit deinen realen Freunden?
Schwierige Frage, pauschal nicht zu beantworten. Frag lieber, was unternimmst gern mit A oder mit B an Ort X oder Y? Das ist abhängig von der Person und dem Ort, an dem man sich trifft und von der Jahreszeit. Quatschen natürlich, wenn man sich lange nicht gesehen hat, gut essen.

3.) Hast du virtuelle Freunde?
Hier kommt es drauf an, was man unter Freunden versteht. Aus virtuellen Freunden, können ja echte Freunde werden. 1985 bin ich nach Teneriffa gezogen. Auf einer Insel ist man recht abgeschnitten zur Außenwelt. Internet war gerade im Kommen, den meisten noch unbekannt und für viele zu teuer. In Spanien war das günstig, als Insulaner total wichtig. So kam ich in den Chat der Hamburger Morgenpost, einer der ersten deutschsprachigen Chats. Wir wohnten überall: verteilt in Europa, USA, Südamerika, Australien. Es war anfänglich eine Gemeinschaft von ca. 50 Leuten, später wurden es mehr. Logisch, die Leute waren technikaffin und gebildet, es kannte ja kaum einer Internet. Dann wurden die ersten neuen Techniken eingeführt, das Flüstern untereinander im Chat und die Séparées kamen hinzu. Die Nicknamen gingen nur noch mit Passwort, weil sich Leute als andere Typen ausgaben, neue Leute kamen hinzu. Nun, wir waren eine tolle Gemeinschaft, haben uns ein paar Mal in Hamburg getroffen, bzw. untereinander. Ja, es kamen Leute aus USA und Australien zum Chattertreff! Danach sind sie 4 Wochen herumgefahren, haben bei den virtuellen Leuten in EU gewohnt, überall ein paar Tage. Man besuchte sich eh gegenseitig, wenn man einen guten Draht hatte. Von dieser Zeit habe ich immer noch zwei Freunde, die man hin und wieder mal sieht. Ich habe auch auf FB virtuelle Freunde, mit denen man sich aus diesem oder jenem Grund angefreundet hat. In der Regel trifft man sich irgendwann real und das zu festigen. Rein virtuell würde ich die Leute nicht als Freunde betrachten, eher Kumpels zum Quatschen, zum Austauschen von Informationen.

4.) Hast du schon negative Erfahrungen mit virtuellen Freunden sammeln müssen?
Nein, seit 1985 nicht. Ich bin mit virtuellen Freundschaften eher distanziert und vertraue da grundsätzlich niemandem. Ich bin auch pingelig in der Annahme von Freundschaftsanfragen, frage erstmal wer da klopft. Das ist wohl der Grund, weshalb ich noch nie einen Fake in der Liste hatte. Zu Hause mache ich doch auch nicht Fremden die Tür auf und lasse sie ins Wohnzimmer und gehe dann Einkaufen. Ich frage erstmal über die Gegensprechanlage wer er ist und was er will, bevor ich ihn reinlasse. Eventuell wird die Tür erst gar nicht aufgemacht.

5.) Dein Fazit: Reale oder virtuelle Freundschaft?
Ich würde unterscheiden: Virtuell Freundschaft halten, unbedingt. Virtuelle Freundschaften dann, wenn man sich real einmal angepackt hat.

Rein virtuell verlasse ich mich nie auf Buchstaben. Es gibt Leute, die lügen, dass die Wand wackelt. Ich denke, dass ich durch meine Ausbildung und Berufserfahrung als Sozialpädagogin in der Beratung recht gut geschult bin, zwischen Zeilen zu lesen und konkret nachfragen kann. Aber Buchstaben bleiben Buchstaben. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Menschen virtuell gut abzuzocken sind. Der Mensch an sich ist gut und naiv, denn er denkt bei anderen erst mal nur Gutes. Und genau das nutzen die wenigen Bösen aus. Körpersprache ist 80% der Kommunikation. Gesichtszüge verändern sich, der Körper, die Hände und Arme, die Beine sprechen, die Stimme kommuniziert in ihrer Stimmlage, ein Blick kann auch mal «töten». Und genau das macht menschliche Kommunikation aus. Wir nehmen uns über Körpersprache wahr, Gerüche, die Ohren sind feinfühlig, die reale Sprache hat es schwer zu lügen. Natürlich gibt es Schauspieler, die anderen etwas vorspielen, sie betrügen. Aber das fällt Auge in Auge schwer.


Ich hoffe Euch hat der Beitrag gefallen. 
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Sabine Ibing, dass sie sich für meine Fragen Zeit genommen hat. Ein weiteres Dankeschön für die Bereitstellung des Leseexemplares und dem Verlosungsmaterial.

Morgen geht es weiter auf dem Blog von Bianka`s Bücherkiste. Sie erzählt Euch etwas über das Thema "Gerechtigkeit". Auch dort könnt Ihr wieder ein Los für die Verlosung sammeln.


Was denkt Ihr über die reale oder virtuelle Freundschaft?  


Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und schon landet ein Los im Lostopf. 

Während der gesamten Blogtour können täglich Lose gesammelt werden. Beantwortet dazu einfach die jeweilige Tagesfrage der Blogtour-Station.

Einsendeschluss ist der 23.01.2016 um 23:59 Uhr


18.01. ~ Tag 1 - Das Buch stellt sich vor ~ PhinchensFantasyRoom
19.01. ~ Tag 2 - Narzissmus ~ Mein Bücherparadies
20.01. ~Tag 3 - Unterschied zwischen realer und virtueller Freundschaft ~ Katis-Buecherwelt
21.01. ~ Tag 4 - Was ist Gerechtigkeit? ~ Bianka`s Bücherkiste
22.01. ~ Tag 5 - Vorstellung der Schauplätze ~ Buchbria
23.01. ~ Tag 6 - Sabine Ibing im Gespräch ~ Mein Leben
24.01. ~ Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Lieben Dank, 
für eure Aufmerksamkeit und eurem Interesse an dieser Blogtour.



Teilnahmebedingungen:
1.) Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
2.) Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
3.) Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
4.) Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
5.) Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
6.) Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
7.) Das Gewinnspiel endet am 17.01.2016 um 23:59 Uhr.


© 2015 Katis-Buecherwelt
Eine Aktion von CP-Ideenwelt;
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© Cover: Sabine Ibing; Tom Jay;
© Bildquelle Gewinnspiel-Banner (Geldscheine): pixabay.com;
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© Textquelle (Antworten der Autorin): Sabine Ibing