Samstag, 17. September 2016

[INTERVIEW] Im Interview mit Rochus Hahn + Gewinnspiel




© Bild: ohne Copyright; Quelle:
Goldmann Verlag
Name: Rochus Polykarp Hahn
Geburtstag/Ort:  Hildesheim, am 16.04.1960
Wohnort: Frankfurt am Main
Homepage: www.rochus-hahn.de
Familienstand: verheiratet
Kinder: Sohn, Cosmo, 14 & Tochter, Franka 12
Genre: Von Horror bis zur Lovestory alles
Pseudonyme: Robi (bei Comics für die ich getextet habe)


Ich mag:
Die Lochis, Dominion (das Spiel) Game of Thrones, Cheeseburger, Papst Franziskus, die Bücher von Peter O’Donnell, Eva Heller und Thomas Harris und die Serie TRUE DETECTIVE (best ever ever ever!) meine Frau und meine Kinder

Ich mag nicht: Perfektionisten, Parship-Werbung, Steckrübensuppe, Anzeigentafeln über Kinokassen mit ständigem Wechsel der Titel.

Bisherige Veröffentlichungen:
Nur Comics: Luna, Dr. Dipperz, Eine schöne Frau, Horst (alle bei Verlag Schwarzer Turm
          

© Bild: Rochus Hahn

1.) Rochus stell dich doch bitte kurz meinen Lesern vor.
Im Grunde bin ich ein sehr knuffiger Typ. Lustig, brillant, geistreich und charmant. Blöderweise bin ich aber auch altersstarrsinnig, ungeduldig, cholerisch und grantig. Mein Frau sagt immer: „Böser alter Mann!“ denn ich schimpfe immer, wenn sie die Geschirrspülmaschine nicht richtig eingeräumt hat. Ich neige zur Wehleidigkeit und wenn’s jobmäßig mal gar nicht läuft, laufe ich Gefahr, depressiv zu werden. Ich habe aber auch eine Stehaufmännchen-Natur und komm schnell wieder auf die Beine. Früher war ich immer der Klassenkasper, obwohl ich eigentlich ein ernsthafter Typ bin, aber das war ein Überlebensmechanismus. Mein Vater war sehr streng. Wenn ich ihn zum Lachen brachte, war er gewissermaßen ungefährlich. Da ich eher gutmütig bin, sogar großzügig, kommen die meisten mit mir gut aus. Und ich mit ihnen. Als Geschäftsmann bin ich leider eine ziemlich Niete. Immerhin glaube ich zu wissen, was richtig und falsch ist und versuche, danach zu leben.

© Bild: Rochus Hahn
2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe, die ausgeübt werden/wurden?
Ich habe mich nach dem Abitur auf der Filmhochschule in München beworben und wollte eigentlich Regisseur werden. Das hat sich aber leider nicht ergeben, obwohl ich drei Filme an der HFF München gedreht habe, und zwei davon haben sogar Kurzfilmpreise auf dem damals noch jungen Fantasy-Filmfest gewonnen. Dann bin ich so in die Drehbuchschreiberei abgerutscht und hatte mit der Serie SKETCHUP mit Diether Krebs und Beatrice Richter dann einen Super-Einstig. Aber meinen ersten Roman habe ich schon mit 12 geschrieben: „3 BRÜDER UND DAS GRÜNE AUGE DES SALADINS“ Da habe ich irgendwann mit dreißig eine Lesung vor Freunden gemacht. Irgendwann lag ich mich Lachkrämpfen auf dem Boden, weil es so bescheuert war.

Mit 18, da war ich noch auf der Schule, hab ich auf der Schreibmaschine einen Agententhriller a la „Bruno Brazil“ geschrieben (war eine Comicserie) Fast 200 Seiten. Ist sogar fertig geworden. Lesen wollte ihn aber kaum niemand.

Ab 2002 hab ich eine zeitlang nur Drehbücher geschrieben, aber als meine Tochter 9 Jahre war, habe ich ein Kinderbuch angefangen. „Die Silvergirls reiten wieder“. Zwei Mädchen reißen von zuhause aus und stehlen zwei Pferde von ihrem Reiterhof. Die Polizei will sie wieder einfangen, aber die Girls sind clever und gehen ihnen immer wieder durch die Maschen. Den Roman fanden alle cool, aber kein Verlag wollte es. Es gab sogar ein Buchcover von Stefan Atzenhofer.

„Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten“ war zuerst ein Drehbuch, aber weil es alle so lustig fanden, habe ich es als Roman versucht.

3.) Wenn Du am Schreiben bist, wo tust Du es am liebsten und wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Sehr schlicht. Ich bin leicht abzulenken. Zuhause ist ein Telefon, ein Bett, ein Fernseher, ein Kühlschrank, ein ungemähter Rasen, eine nicht aufgeräumte Küche. Ich komme zu nichts, wenn ich zuhause arbeite.

Also gehe ich in die Nationalbibliothek. Da gibt’s an jedem Tisch eine Steckdose, gequatscht werden darf nicht, und Massenhysterie funktioniert eben auch beim Lernen. Wenn alle fokussiert sind, ist man es selber auch. Ich klappe da nur meinen Computer auf und los geht’s. Ach ja, ich brauche meine McKenzie-Superrolle. Das ist ein Polster, das den unteren Rücken stabilisiert. So kann ich lange schreiben, ohne Rückenschmerzen zu bekommen. Ich schreibe bei Musik (über Kopfhörer). Meinen alten gesplitterten iPod nano liebe ich. Ich schreibe zu Ace of Base, zu Filmmusik, zu Rap und Heavy Metal. Auch gerne Reinhard Mey. Nur bei der Klassik bin ich noch nicht so richtig angekommen. Wenn ich sehr erschöpft bin, mache ich die Musik aus. Ich arbeite nicht mehr als 5 Stunden am Tag. Ich schreibe ziemlich schnell und bin meistens nach so 3-4 Stunden platt.

4.) Wenn Du gerade nicht an einem Buch schreibst, was machst Du gerne in Deiner Freizeit? 
Meine Knie sind nicht mehr so gut, ich kann nicht mehr richtig rennen, also keinen Fußball mehr
© Bild: Rochus Hahn; Elyas M`Barek macht auf
dem Deutschen Filmpreis ein Selfie von uns.
Hab den armen Kerl angequatscht und er
war sehr lässig.
spielen. Das habe ich sehr geliebt. Manchmal gehen wir mit den Kindern und den Nachbarn zum Basketballspielen auf den Hartplatz in unserer Siedlung. Das geht noch und das finde ich super!!! Ansonsten guck ich gerne Bundesliga. Das Freitagsspiel, die Konferenz am Samstag und oft auch Spiele am Sonntag. Mit meiner Frau gehe ich regelmäßig aus. Wir gehen erst essen und dann ins Kino. Ich lese gerne Comics. Hatte sogar mal einen eigenen Verlag: SCHWARZER TURM.

Telefonieren tu ich kaum, ich gucke gerne Serien. Auch Walking Dead und so. Im Moment spinnen meine Kinder und ich auf SUITS ab. Und MODERN FAMILY

5. )Wenn Du selbst als Leser unterwegs bist, welche Bücher liest Du am liebsten und was eher gar nicht?
Mich interessiert fast alles. Nicht so sehr Liebesgeschichten, aber bestimmte Autoren finde ich gut. Stephen King hat mich sehr geprägt. ES, SIE und LANGOLIERS sind meine Lieblingsbücher von ihm. Aber auch Dan Brown finde ich gut. In meinen Beruf sind manchmal Adaptionen gefragt, da kriege ich die unterschiedlichsten Sachen auf den Tisch. So habe ich Romane von Edgar Hilsenrath gelesen, der in NACHT das rumänische Ghetto im 2. Weltkrieg beschreibt. Das ist schon heftig. Oder der „GESCHMACK VON APFELKERNEN“, da hab ich aber nicht so den Zugang gefunden. Ich mag es eher spannend. Grundsätzlich bin ich neugierig, finde aber weniger Zeit zum Lesen, als ich möchte.

6.) Hast Du einen Lieblingsfilm oder ein Film der Dir aus deiner Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
Lange Zeit war „Einer flog über das Kuckucknest“ mein Lieblingsfilm. „Wer die Nachtigall stört“ ist klasse, hab ich gerade mit meinen Kindern gesehen. Die fanden den total gruselig. Der lustigste Film aller Zeiten ist natürlich „Das Leben des Brian“ von den Monty Python. Ein kleiner Geheimtip, weil die meisten ihn nicht kenne: „Ruby & Quentin“ mit Gerard Depardieu und Jean Reno, der ist köstlich. Im Moment ist das Abgefahrenste im Kino „Toni Erdmann“. Sehr unique, sehr unterhaltsam, stellenweise genial. BROKEN SILENCE ist auch toll, für Leute, die auch leise Töne mögen. Das Überwältigenste, was man im Moment überhaupt sehen kann, ist GAME OF THRONES. Es ist stellenweise unfasslich brutal, aber brillant erzählt, einzigartig.

© Bild: Rochus Hahn; Magischer Energiestoß-Bilder -
Hab ich mal mit meinen Kindern im Freibad versucht.
7.) Wenn Du ein Tier wärst, welches wäre es und weshalb? 
Ich fand Delfine immer toll. Meine Tochter hat mir die Frage auch mal gestellt. Ich hab dann Delfin geantwortet. „Ha!“ hat sie aufgetrumpft, „Delfine sind die klügsten Tiere von allen!“ Mit anderen Worten, das Tier sollte ich mir mal abschminken. Also wäre ich dann wohl eher eine Katze.

8.) Hast Du ein Idol ? Wenn ja, wer und weshalb?
Ja, Karl May. Mein Vater hatte all seine Bücjher gesammelt und ihn verehert.

Der Mann hat soviel geschrieben, hat soviel Schlamassel erlebt und doch erst mit 53 Jahren richtigen Erfolg gehabt. Auch wie er so behauptet hat, er wäre selber Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi, diese ganze Hochstaplernummer, da fühle ich mich ganz nah bei ihm. Wenn man viele Jahre ackert und am Ende sich dann doch der Erfolg einstellt, das finde ich tröstlich. Das gibt Hoffnung.

9.) Gibt es ein Sprichwort, welches Dich durch Dein Leben begleitet?
Ja, immer wenn ich völlig verzweifelt bin, sag ich mir: Du bist in Gottes Hand. Er lässt Dich schon nicht fallen. War bisher auch immer so. Aber manchmal überkommt mich auf der Zweifel.

10.) Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches und warum gerade dieses?
Ja, ich würde gerne die Fjorde der norwegische Küste mit dem Schiff abfahren. Und es sollte immer
© Bild: Rochus Hahn; Auch der Autor
muss sparen und fährt manchmal mit Flixbus
stürmisch sein und windig und es müsste regnen. Und abends würde ich dann mit meiner Frau in einer Hütte beim Feuer sitzen, Grog trinken und KELTIS spielen.

11.) 10 Dinge, die Du in Deinem Leben noch erreichen oder gerne tun möchtest!

1. Ich würde gerne nochmal 95 Kilo wiegen (statt 108 wie jetzt)
2. Ich würde gerne bei Game of Thrones mitspielen
3. Ich möchte Showrunner bei einer TV-Serie sein, die ich konzipiert habe
4. Ich würde gerne in einem perfekt aufgeräumten Haus leben, in dem alles Unnötige ausgemistet ist.
5. Ich würde gerne den Laudator, der mich vielleicht mal für mein Lebenswerk ehrt zur Schneckemachen, weil ich diese salbungsvoll verkappten Grabreden hasse.
6. Ich wär gerne festes Mitglied beim Literarischen Quartett
7. Ich möchte unbedingt noch eine Buchreihe schreiben mit dem Titel: „Der Verlust der Elektrizität“
8. Ich möchte einen Schrebergarten haben
9. Ich würde gerne auf Rügen leben
10. Münzmagie, so mit Fingerfertigkeit, das würde ich auch gerne noch lernen

© Bild: Rochus Hahn; Ich schreibe sehr gerne im Zug.
Weil ich aber immer laut atme und auf
die Tasten hacke, nerve ich die Mitreisenden. 
12.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Deine Leser freuen? 
Ich habe einen Thriller geschrieben, aber der ist nicht so richtig auf die Schienen gekommen. Also habe ich jetzt die Idee für einen weiteren lustigen Roman. Es geht wieder um einen Burschen, der auf Frauen fixiert ist und einen besonderen Plan verfolgt um an seine Lebenspartnerin zu kommen. Mehr verrate ich noch nicht.

13.) Ein besonderes Ereignis in Deinem Leben?
Die Veröffentlichung meines Romans. Ich habe dreißig Jahre Drehbücher geschrieben, aber das, was mich als Erzähler ausmacht ist nie beim Zuschauer angekommen, weil Redakteure, Regisseure und Darsteller nach mir noch dran sind, meine Geschichten verändern und zu ihren machen. Das geht auch gar nicht anders. Da verwundert es nicht, dass der „Elch-Urin“, abgesehen von meinen Comicszenarios, das einzige ist, zu dem ich 100%ig stehen kann und auf das ich stolz bin.

© Bild: Rochus Hahn; Auf meiner Terasse.
Die Ukulele war ein Geschenk. Spielen kann
ich nicht.
14.) Eine peinliche Situation, worüber Du heute lachen kannst? 
Ich hab mal bei unserer Hochschul-Gruppenproduktion, so 1983, wie ein Rohrspatz über einen der Hauptdarsteller geschimpft. Und der saß dann im gleichen Raum, in einem hohen Stuhl, wo ich ihn nicht gesehen habe. Das war bitter. Er hat aber sehr cool reagiert und hat es mir nicht nachgetragen.

15.) In welcher Stadt außer Deinem Geburts- und Wohnort, könntest Du es Dir vorstellen zu leben und weshalb?
In Japan. Ich war mal dort und fühlte mich sofort wie zuhause. Ich war auch in den USA. Zum Urlaubmachen und dick werden ist es prima, aber ich könnte da nie leben.

© Bild: Rochus Hahn; Ein Bild von mir und meinem Vater.
Er war Karl May Fan und wir zogen nach New Mexico,
als ich drei Jahre alt war. Wir blieben über zwei Jahre,
ehe wir nach Deutschland zurückkehrten.
16.) Rochus, erzähle uns doch etwas über Dein aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus? 
Ein Fußballkumpel von mir, Vlad Cumpanasu, erzählte mir, dass er bei einem Vortrag von Howard Marks war, einem ehemaligen britischen Drogenbaron. Der kiffte auf der Bühne, während er referierte. Jemand fragte ihn, welches die beste Droge gewesen sei, die er je hatte. Da erzählte er von finnischen Renntieren, die psychotrope Pilze aßen, die für Menschen hochgiftig sind. Der kontaminierte Urin eines solche Tieres, von dem man ein Schnapsgläschen trinkt, war für Marks die außergewöhnlichste Erfahrung auf dem Feld der Drogen.

Als Vlad das erzählte, hat es bei mir sofort ‚klick’ gemacht. Das wäre doch etwas, mit dem zwei Nerds versuchen könnten Frauen rumzukriegen! Ich hab dann kurz darauf das Drehbuch dazu geschrieben.

Sönke Wortmann, den ich noch von der Filmhochschule kenne, rief mich wenig später an und war begeistert. Er war dann wankelmütig und so schnappte sich Uli Limmer von der Collina-Film den Stoff. Das Drehbuch zog seine Kreise, und es gefiel so vielen Leuten, dass ich beschloss, einen Roman davon zu schreiben.

Meine Recherche bestand darin, dass ich mit meinem Nachbarn Frank, einem Fotografen für fünf Tage nach Finnland geflogen bin. Und da sind wir dann durch die Wälder gestapft und haben uns alles angesehen. Nur einem Elch sind nicht begegnet, geschweige denn einem, der gerade halluzinoge Pilze gefressen hatte.

17.) Hattest Du beim aktuellen Buch ein Mitsprachrecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Dir persönlich?
Ich hatte eigentlich kein Mitspracherecht. Ich hätte gerne ein Cover von Toni Greis gehabt. Aber das war nicht so Roman-mäßig. Und ich finde die meisten Buchcover recht öde und langweilig. Als dann der erste Entwurf von Goldmann kam, rechnete ich mit dem Schlimmsten. Und dann war ich platt. Ich fand das Bild super. Mein Mitspracherecht bestand also darin, sprachlos zu nicken. Wahrscheinlich hätte man mir aber zugehört, wenn ich sehr unglücklich gewesen wäre. Frau Heinzius, meine Herausgeberin, hat mich bisher mit größtem Respekt behandelt.


Das war das allererste Cover, das für das Drehbuch. Von meiner Tochter gestaltet.



Das war ein Variant Cover von meinem Freund Toni Greis. (Rechte Toni Greis)

18.) Wie lange schreibst Du durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Bisher hat es bei jedem meiner drei Bücher ein Jahr gedauert. Ich kann es ja nur nebenbei machen, deshalb ist es unterschiedlich. Ich schreibe erstmal einen Rohling und den überarbeite ich fünf bis sechs mal. Die blöden Rechtschreibfehler, die krieg ich irgendwie nie völlig raus. Das sind so kleine Kobolde, die springen so im Buch rum und sind mal der Fehler und mal der.

Bücher sind anspruchsvoller als Filmskripts. Bei Drehbüchern kann man Probleme elegant außen vor lassen oder übertünchen, bei Romanen geht das nicht. Es ist wie bei allem, man muss es lernen. Nach dem Kinderbuch, was gut war, habe ich was Lustiges gemacht. Dann hab ich gemerkt, dass ich eigentlich ein Spannungserzähler bin. Aber meinen Thriller hab ich dann (noch) nicht hingekriegt. Bücher fordern einen mehr. Ich hab mal Peter Hoegs „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ gelesen, was eine Offenbarung für mich war. Ein Meisterwerk! Und was der Mann für diesen einen Roman recherchiert haben muss, das geht auf keine Kuhhaut. Meine Devise ist: Schreib nur über etwas, was du selber gut kennst und wenn nicht, dann recherchier gründlich. Leser merken sofort, ob du nur bluffst oder wirklich Bescheid weißt.

© Bild: Rochus Hahn; Eine Reihe Passfotos, 
hab ich mal für Facebook zusammengestellt, aus 
der Abteilung "Jung und knusprig"
19.) Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein erstes Buch veröffentlicht wurde? Wirst Du oft in der Öffentlichkeit erkannt? 
Es war schon ein erhabener Moment. Endlich wirklich etwas geschaffen zu haben. Egal, wie viele Leute es kaufen. Den Roman kann mir jetzt keiner mehr nehmen. Natürlich wäre es schön, wenn ich im Zug sitze und dann liest da zufällig gerade einer in meinem Buch und kichert die ganze Zeit. Naja, träumen ist erlaubt.
Erkannt werde ich nicht. Das Buch ist erst seit kurzem draußen, und es ist mein erstes. Wenn es seine Auflage nicht verkauft und ich nicht mindestens fünf Hits folgen lasse, dann wird es auch nichts mit der Prominenz. David Safier und Tommy Jaud erkennt auch keiner. Aber das strebe ich gar nicht an. Es reicht, wenn ich mal vom Roman-Schreiben leben könnte. Prominenz ist für Prominente nur nervig.

21.) Die neue Generation ist das ebook, was hältst Du persönlich davon und wie siehst Du die Entwicklung?
Hab nichts dagegen. Aber ich bin noch mit klassischen Wälzern unterwegs. Aber wenn meine Augen schlechter werden, kann ich die Schrift größer machen, das ist natürlich super.

22.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was hältst Du davon? Wenn Du selber dazu gehörst, weshalb hast Du Dich dazu entschieden?
Ich wollte es sogar machen, aber ich habe es technisch nicht hingekriegt. Jetzt bin ich froh, dass ein großer Verlag hinter dem Roman steht. Es gibt bei denn eBooks massig Konkurrenz, ich glaube, da wäre ich mit meinem Thema untergegangen.

© Rochus Hahn; Meine Tochter Franka
macht gerne Selfies
23.) Hast Du Dein Buch jemanden gewidmet? Und wenn ja, wer ist diese Person? 
Nein, hab ich nicht. Ich hab nur Danksagungen gemacht, die sind hinten drin und da ist meine Frau Sibylle natürlich dabei.

24.) Wenn Du die Möglichkeit hättest mit einer verstorbenen Person einen Abend zu verbringen, wen würdest Du gerne treffen und was würdet ihr unternehmen?
Mit Marcel Reich-Ranicki würde ich gerne über Geschichten streiten. Gerne auch bei Whisky und Wein.

25.) Ein paar letzte Worte an Deine Leser:
Ich nicht so recht, was ich sagen soll, ich habe aber den Verdacht, dass fast jeder, der Bücher liebt, mit halbem Bein selber ein Autor ist. Wer mit dem Gedanken spielt, zu schreiben, der traue sich nur. Heute kann jeder sein Werk veröffentlichen. Ich glaube, dass Bücher nur dann Erfolg haben, wenn man ein Stück von sich selbst darin offenbart, ein wenig autobiografisch ist. Mir begegnete vor vielen Jahren eine junge Frau, die von ihrem Vater missbraucht worden war und wollte, dass ich aus ihrer Geschichte ein Drehbuch machen sollte. Das war ihre Idee, die ganze Sache zu verarbeiten. Ich sagte zu ihr, sie solle erst mal alle ihre Erinnerungen aufschreiben und dann könne man ja sehen. Das tat sie. Sie hat ihr Schicksal so in drei Nächten heruntergeschrieben, an die 40 Seiten. Und es war ein grandioses Stück Literatur, wenn auch traurig und niederschmetternd. Aber es stimmte alles. Man hätte nichts ändern müssen, es war vollendet. Damit will ich sagen, es ist nicht so wichtig, dass jeder Satz ein ausgefeiltes Kunstwerk ist, entscheidet ist, dass einem tief aus dem Herzen kommt, was man schreibt.



(Textquelle: amazon.de)

Tim und Bullwinkel haben einfach kein Glück bei Frauen – und sie hatten noch niemals Sex. Auf einer Party begegnen sie zwei Stewardessen, die sich für exotische Drogen interessieren. Und für Männer, die den Stoff anbieten. Die beste Droge der Welt, so finden die Jungmänner heraus, ist Urin von einem Elch, der psychogene Pilze gefressen hat. In der Hoffnung, mittels dieses Zaubersaftes endlich zum ersehnten Sex zu kommen, fliegen Tim und Bullwinkel nach Finnland, um auf eine Elchjagd der besonderen Art zu gehen. Aber wie so vieles im Leben der beiden verläuft nichts wie geplant ...

  

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 Beantwortet die Gewinnspielfrage im Formular und füllt dieses komplett aus.

Sammelt ein weiteres Los: 
Hinterlasst einen Kommentar und schreibt mir, warum Ihr gerade dieses Buch gewinnen möchtet. Für diesen Kommentar wandert ein weiteres Los in die Lostrommel.
Gerne dürft Ihr auch das Gewinnspiel teilen auf Facebook, Twitter & Co. (kein MUSS, würde mich jedoch freuen). 


"Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten" war bevor es zu einem Roman umgeschrieben wurde ein ...? 
(Hinweis: Die Lösung findet ihr im Interview!)

Einsendeschluss ist der 29.09.2016 um 12:00 Uhr



Sollte das Formular einmal nicht dargestellt sein, so könnt Ihr dieses auch HIER erreichen!


Ich bedanke mich recht herzlich bei Rochus Hahn für dieses geniale Interview und dem Verlosungsmaterial mit beeindruckenden Widmungen, die mich zum Lachen brachten. 
Mein Dank geht auch an das Literaturtest-Team, die den Kontakt hergestellt haben.
Vielen herzlichen Dank. 


Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.) Eine Teilnahme mit gültiger Wohnadresse in Deutschland, Österreich und Schweiz ist möglich!
3.)  Die Gewinne werden schnellstmöglich nach Auslosung von mir selbst auf dem Postwege an die Gewinner versendet. 
4.) Die Gewinner werden innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und hier auf dem Blog namentlich bekanntgegeben. 
5.) Nach der Auslosung und Versendung der Gewinne, werde ich Eure Adressdaten kommentarlos löschen.  
6.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden.
7.) Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook.
8.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


© 2016 Katis-Buecherwelt
© Autorenfotos:© siehe Angaben
© Cover: Goldmann Verlag;
© Gestaltung & Fragen: Katis-Buecherwelt ;
©Text-Antworten: Rochus Hahn

Kommentare:

  1. Hallo Kati,

    was für eine abgefahrene Geschichte!!

    Danke für das geführte Interview

    ....nun gerne würde ich mein Glück für meinen ältesten Sohn Patrick versuchen, der steht auf eher schrägen Storys und Geschichtenverläufe.

    LG..Karin...

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  2. Das ist ein sehr schöner Blog mit viel Liebe zum Detail.

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  3. Hallo,

    das Buch interessiert mich schon etwas länger, vor allem den Titel fand ich gleich toll :D Ich denke, dass die Geschichte sehr interessant wäre :)
    Danke auch für den tollen Beitrag!

    LG

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  4. Hallo ,

    tolles Gewinnspiel .
    Ich möchte gern gewinnen weil dieses Buch
    klingt interessant und lustig .

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )

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