Dienstag, 30. August 2016

[REZENSION] Girl in Black ~ Mara Lang

   



Wenn dich deine Gefühle verraten ...
Lia ist neunzehn, interessiert sich für Mode und hat ein besonderes Talent zur Designerin. Doch sie hat auch ein Geheimnis. Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen und beeinflussen. Tattooartige Ranken zeichnen ihre Haut, wenn sie ihre Gabe einsetzt. Eine machtvolle Gabe, aufgrund derer sie für die italienische Mafia von großer Bedeutung ist. Als ihre Mutter stirbt, schafft Lia es, sich aus den Fängen der Mafia zu befreien, und flüchtet in ihre Heimatstadt Berlin. Hier versucht sie ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Gefühle. Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie schneller ein, als ihr lieb ist, und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch all ihre neugewonnenen Freunde - vor allem Nevio, in den sie sich gegen ihren Willen verliebt hat. Wird sie der Mafia entkommen?
(Textquelle: amazon.de)


Diese Buchgestaltung hat mich umgehauen. Der Hintergrund hat einen bronzeartigen, metallischen Farbton, der ein wenig auf alt gemacht wurde. Die Ranken spielen im Buch eine Rolle und peppen das Cover richtig schön auf. Das Mädchen allerdings wirkt ein wenig verschwommen. Aber das ist nicht alles. Unter dem Umschlag fand ich einen schwarzen Bucheinband mit goldenen Ranken, wie schon auf dem Buchumschlag. Eine grandiose Präsentation!


"Ich heirate in Weiß"



Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks in Begleitung der Autorin Mara Lang lesen. Es war eine interessante Runde, in der ich mehr über das Buch in Erfahrung bringen konnte.

Lia ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen sehen und beeinflussen. Sie befindet sich in den Klauen der italienischen Mafia, die einen Nutzen aus ihrer Gabe ziehen wollen. Kurzerhand flieht Lia und ist das erste Mal auf sich allein gestellt. Ohne ein Dach über dem Kopf, Geld oder Essen.
Sie lernt auf ihrem Weg neue Freundschaften kennen und hat nur einen Traum - Modedesignerin werden. Ihr Leben auf der Flucht ist gefährlich und die Mafia setzt alles daran, sie zu finden. Schafft Lia es, ein normales Leben zu führen und der Mafia zu entkommen?

Die Geschichte beginnt sofort mit einem aufbauendem Spannungsbogen, der mich fesselte und kaum losgelassen hat. Teilweise habe ich mich um Lesepausen zwingen müssen, so vertieft war ich. Die Spannung durchzieht das gesamte Buch und es wird niemals langweilig. Es passiert immer wieder etwas, was Fragen aufwirft oder es werden welche aufgeklärt.

Der Schreibstil von Mara Lang ist flüssig zu lesen und bildhaft. Die Emotionen kamen mir etwas zu kurz. Ich selbst empfand einige Momente viel emotionaler, als die Protagonisten selbst darauf reagiert haben. Das fand ich sehr schade, denn dadurch war ich auf der Gefühlsebene nicht ganz in der Erzählung eingetaucht und konnte nicht alles hautnah genießen.
Einige Situationen waren vorhersehbar, doch der Abschluss nahm eine Wendung, die ich nicht für Möglich gehalten hätte.

Die Modeszenen versprühten einen besonderen Charme und ich konnte kaum genug davon bekommen. Mara Lang beschrieb die Kleider detailliert, so dass ich mir diese gedanklich vorstellen konnte.
Die Mafia war anfangs etwas in den Hintergrund gerückt, taucht aber gegen Ende in einem explosiven Showdown wieder auf. Hier verflog der Modecharme leider abrupt und kam erst zum Ende wieder ins Gespräch.
Der Schluss ließ mich ein wenig unzufrieden zurück und erweckte den Eindruck es könnte einen zweiten Teil geben, was nicht der Fall ist. Die letzte Szene hätte daher für mich nicht unbedingt sein müssen und die Story wäre komplett aufgeklärt beendet.

"Girl in Black" von Mara Lang hat mich gefesselt ab der ersten Seite. Eine spannende Mafiastory, ein bezauberndes Modefeeling von Haute Couture bishin zu Gothic, vielschichtige Charakteren und eine Liebesgeschichte, bescherten mir aufregende Lesestunden. Ein Pageturner trotz kleineren Schwächen in den Emotionen! ~ mitreißend ~ detailliert ~ spannende Wendungen mit Action. 


4,0 von 5 Blumen 


"Mann kann Glück überall entdecken, wenn man sich dafür öffnet. Man muss nur hinsehen" (Seite 134)


"Was verloren ist, ist fort. Für immer. Man kann sich an Erinnerungen klammern, kann versuchen aus Träumen Vergessenes herauzufiltern, kann sich Bilder bewahren. Aber leben muss man doch allein" (Seite 325)



© Traumstoff




Mara Lang, Jahrgang 1970, begann in ihrer Jugend zu schreiben, als ihr der Lesestoff ausging. Die Geschichten von C. S. Lewis und Michael Ende begründeten ihr Faible für Phantastik, Filme wie "Star Wars" und "Dune" jenes für Science Fiction. Hin- und hergerissen zwischen Buch und Film wollte sie ursprünglich Filmregisseurin werden, um ihrer Fantasie Leben einzuhauchen, absolvierte dann aber das Studium zur Diplompädagogin.

Nach langer Schreibabstinenz fand sie 2008 zu ihrer Leidenschaft zurück und fabriziert seither Kopfkino für ihre Leser. Mara Lang lebt und arbeitet in Wien.
(Textquelle:amazon.de


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© Cover: Ueberreuter Verlag;
© Autorenfoto: siehe Angaben
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