Samstag, 26. September 2015

[INTERVIEW] Im Interview Tanja Bern + Gewinnspiel ~ Mein KopfKino Verlag-Aktion (#3)



Hallo liebe Leser,

heute sind wir bereits bei der zweiten Autoren-Vorstellung im Rahmen der Mein KopfKino Verlag-Aktion. Den Anfang hat Pia Recht gemacht ***KLICK ZUM INTERVIEW*** und nun stellt sich Tanja Bern meinen Fragen. 
Wer den ersten Beitrag zur Verlagsvorschau mit dem Verleger-Interview verpasst  hat, kann diesen ***HIER KLICK*** gerne noch einmal nachlesen. 

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Kennenlernen von Tanja Bern! 


© Bild: Musenland
Name: Tanja Bern
Geburtstag/Ort: 05.12.1975 in Herten
Wohnort: Gelsenkirchen
Homepage: 
www.tanja-bern.de
Familienstand:verheiratet
Kinder: eine Tochter
Genre: Fantasy, Romance, Dystopie, Mystery
Pseudonyme: keine
 
Ich mag: Natur, Tiere, lesen, Irland, Skandinavien, schreiben, Yoga, Katzen, Pferde

Ich mag nicht: Intoleranz, Rassismus, Hass, Lästerei, Stress, Umweltverschmutzer

Bisherige Veröffentlichungen: 
Distant Shore - Sterne der See (KopfKino Verlag)
Ruf der Geister (Oldigor Verlag), Der silberne Flügel (Oldigor Verlag), Die Decoxe - Waldgeschichten und andere Abenteuer (Arunya Verlag), Schattenhauch - Ruinen der Dämmerung (Carlsen Impress), Nah bei mir (Arunya Verlag), Flüstern der Ewigkeit (Bookshouse)


1.) Stellen Sie sich doch bitte kurz für meine Leser vor.
Ich komme aus dem Ruhrgebiet und lebe dort mit meiner Familie und drei Katzen in einem kleinen Stadtteil nahe am Wald. Schon als Kind flogen mir unzählige Geschichten zu, die ich dann mit Anfang 20 begann aufzuschreiben. Heute arbeite ich in mehreren Genres und mit unterschiedlichen Verlagen zusammen, schreibe Romane, Novellen und Kurzgeschichten. Seit September darf ich durch den KopfKino-Verlag auch an Hörbüchern mitwirken.

2.) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe die ausgeübt werden/wurden?
Ich war fast 15 Jahre als Friseurin beschäftigt, hatte mal den Traum, als Maskenbildnerin am Theater zu arbeiten. Das zerschlug sich dann aus unterschiedlichen Gründen. Wie schon erwähnt, flatterten schon immer Charaktere und Ideen in meinen Gedanken herum. Dies entfaltete sich dann nach meinem Irland-Urlaub im Jahr 1999. Auf der smaragdgrünen Insel wurde etwas in mir geweckt, und ich konnte plötzlich zum Ausdruck bringen, was mich bewegte − vielleicht aus der Sehnsucht heraus, denn dieses Land hat mich verzaubert. Natürlich musste ich jahrelang an mir arbeiten, aber das sind die Anfänge.

© privat; Arbeitsplatz
3.) Wenn Sie schreiben, wo tun Sie es am liebsten und wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus? 
Ich arbeite am liebsten an meinem Schreibtisch im Wohnzimmer. Es ist ein Eckarbeitsplatz aus dunklem Holz. Meist sieht es ein wenig chaotisch aus, da ich sehr viele Notizen herumfliegen habe. Aber in den kleinen Regalen finden sich auch Steine, Muscheln oder Halbedelsteine, die mir auf besondere Weise etwas bedeuten. Wenn mir das Wetter wohlgesonnen ist, arbeite ich auch gerne im Garten mit meinem kleinen Notebook, bei Vogelgezwitscher und dem Duft von Blumen.

4.) Wenn Sie nicht gerade an einem Buch schreiben, was tun Sie dann gerne in Ihrer Freizeit?
Reiten, Lesen, Radfahren, Spazierengehen

5.) Wenn Sie selbst als Leser/in unterwegs sind, welche Bücher lesen Sie am liebsten und was eher gar nicht?
Ich bin ein Fantasyleser, mag aber auch Romance, wenn sie zum Beispiel ein Setting in Irland oder am Meer hat. Dystopien und Geschichten im Mysterybereich mag ich auch. Chick Lit oder Erotik ist gar nicht mein Ding.

6.) Haben Sie einen Lieblingsfilm oder ein Film der Ihnen aus der Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
Ich habe mehrere Lieblingsfilme. Zum Beispiel Avatar, Herr der Ringe, Die Tribute von Panem … Wenn ich an meine Kindheit denke, fällt mir spontan der Disneyfilm „Cap und Capper“ ein. Nach wie vor bin ich von der Geschichte tief berührt.

© privat; Kater Sammy
7.) Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre es und weshalb? 
Ich denke, ich wäre eine Katze. Ich habe ja selber drei, und mit dem Tier kann ich mich wirklich sehr gut identifizieren. Sie leben so frei, sind so selbständig und trotzdem auf ihre Art treu.

8.) Gibt es ein Sprichwort, welches Sie durch ihr Leben begleitet?
„Lebe deinen Traum, aber träume nicht dein Leben.“ Ich liebe aber auch den Refrain von Yeats ›Stolen Child‹: “Come away, O human child. To the waters and the wild, with a fairy, hand in hand. For the world's more full of weeping, than you can understand.”

9.) Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches und warum gerade dieses?
Da gibt es drei: Hvide Sande auf der Landzunge Holmsland Klit in Dänemark, Irland (vor allem Kerry) und Schweden.

10.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Ihre Leser freuen?
Ja, es gibt sogar eine Menge Projekte. Zuerst kommt Anfang 2016 die Fantasy-Romance „Der Silberachat“ heraus. Das ist der erste Band meiner Fluchjuwel-Dilogie, die bei Bookshouse veröffentlicht wird. Dann folgt eine Romance bei Knaur in dem eBook-Label feelings. Der zweite Teil von Fluchjuwel „Der Blutsaphir“ kommt dann ungefähr im August. Und im Oktober kommt bei O’Connell Press „Falling - Farbenzauber“ heraus, ebenfalls eine phantastische Romance. 2016 kommen natürlich auch Teil 2 und 3 von „Distant Shore“ heraus, meine Irland-Trilogie im KopfKino Verlag.

11.) Ein besonderes Ereignis in Ihrem Leben?
Die Geburt meiner Tochter!

© privat; an der Nordsee mit der Tochter
12.) In welcher Stadt außer Ihrem Geburts- und Wohnort, könnten Sie es sich vorstellen zu leben und weshalb?
Hm, eine Stadt kann ich da nicht direkt nennen. Aber ich könnte mir vorstellen, auf dem Land zu leben. Ich meide die Großstädte, es zieht mich immer in die Natur. Allerdings bin ich hier im Ruhrgebiet sehr verwurzelt.

13.) Erzählen Sie uns doch etwas über Ihr aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Der erste Teil von „Distant Shore“ ist aus einer puren Sehnsucht nach Irland entstanden. Ich schrieb ja schon früher märchenhafte Fantasy, die in Irland spielt, hatte aber eine längere Zeit andere Settings. Da es einfach mit einem erneuten Urlaub auf die smaragdgrüne Insel nicht klappen will, wollte ich zumindest schriftstellerisch endlich wieder nach Irland eintauchen. Ich hatte damals nur eine vage Vorstellung. Ben war sehr präsent in mir, und ich wollte etwas im Stil von Cecelia Ahern machen. Das war so die Grundidee. Die Story war sofort sehr lebendig und entwickelte sich dann recht eigenständig. Recherchiert habe ich vor allem über das Cottage, in dem Ben seinen Urlaub verbringt. Das existiert nämlich wirklich. Ich telefonierte mit einem Freund von Pat Kennedy (der Besitzer), der für die deutsche Vermittlung zuständig ist. Pat ließ mir dann sagen, dass er sehr angetan sei von der Idee. Ich solle doch bitte nur keinen Mord im Cottage begehen (also schriftstellerisch). Aber so erfuhr ich so einiges über Pat und sein Cottage. Den irischen Südwesten kenne ich eigentlich ganz gut, aber ich musste dennoch bei einigen Orten auf Google Maps zurückgreifen, da ich zumindest für mich Bens und Hannas Wege verfolgen wollte. Interessant war auch die Recherche über Pferde und das Reiten an sich. Schon im Buch „Nah bei mir“ war mir das Thema sehr vertraut, und ich liebe die freche Bríd, die nur auf Hanna hört. Mittlerweile reite ich selbst und kann so ganz eigene Erfahrungen machen, was ich sehr genieße.

14.) Hatten Sie beim aktuellen Buch ein Mitspracherecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Ihnen persönlich?
Ja, man kann sagen, dass ich es indirekt mit dem Verlag zusammen ausgetüftelt habe. Wir hatten zuerst noch eine andere Idee, die das gemalte Aquarell der Protagonistin Hanna zeigte, aber kurz vor der Veröffentlichung verwarfen wir das Konzept. „Distant Shore“ wird ja eine Trilogie, und wir wollten eine dreiteilige Cover-Serie, die einen roten Faden hat und aufeinander abgestimmt ist. Die jetzigen Cover wurden dann professionell gestaltet. Sie sind einfach nur wunderschön, und ich bin ganz verliebt. Sie sind etwas Besonderes und spiegeln die Atmosphäre perfekt wieder.

© privat; Schreiben in den Dünen Dänemarks

15.) Wie lange schreiben Sie durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Früher schrieb ich stur drauflos und blieb auch nicht chronologisch, hüpfte quasi in den Szenen hin und her. Da war ich aber auch noch nicht an Deadlines gebunden. Seit ich 2011 mit meiner Agentur zusammenarbeite, hat sich mein Schema völlig verändert. Ich habe eine Idee, erstelle ein Exposé plus Leseprobe, und es wird dann den Verlagen vorgestellt. Wenn mein Baby dann ein Zuhause gefunden hat, schreibe ich das Buch, wenn es an der Reihe ist. Da muss ich mich tatsächlich streng an die Deadlines halten. Mittlerweile arbeite ich an einem 300 Seiten Buch etwa vier Monate. Ich bin viel produktiver als früher und fange nun auch vorne an und arbeite mich nach hinten durch, als würde ich die Story lesen. Ich habe durch das Exposé einen groben, roten Faden, an den ich mich auch Großteils halte, die Geschichte muss sich aber von allein entfalten. Nach der Überarbeitung bekommen es zwei oder drei Testleser und meist lese ich es vor dem Lektorat noch einmal. Dann geht das Manuskript in das Verlagsprozedere. Dort wird es lektoriert und später, wenn ich das Lektorat überprüft und bearbeitet habe, ins Layout. Natürlich ist zwischendurch noch die Cover- und Klappentextgestaltung. Und dann kann die Geschichte langsam in Richtung Veröffentlichung gehen.

16.) Wie haben Sie sich gefühlt, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde? Werden Sie oft in der Öffentlichkeit erkannt?
Als ich 2008 mein Debüt in den Händen hielt, war ich sehr bewegt. Ich kniete im Flur vor dem Karton und hielt das Buch in meinen Händen, konnte es noch gar nicht richtig glauben. Mir war in diesem Augenblick aber auch klar, dass dies nur ein erster Schritt von vielen war.

Ich selbst werde von Fremden aber nur sehr selten erkannt. Da bin ich auch froh drüber. Nur auf der Leipziger Buchmesse, wo mich natürlich auch viele erwarteten, erkannte man mich an meinem langen Haar, was mich sehr amüsierte.

17.) Wie geht Ihre Familie damit um, dass sie in den Medien präsent sind?
Mein Mann interessiert sich gar nicht für meine Bücher. *lach* Er ist nicht so der Leser, generell nicht. Manchmal sieht er es schon skeptisch, wenn ich vor allem im Social Media so präsent bin, aber er versteht auch, dass das dazugehört. Er widersetzt sich übrigens allen sozialen Netzwerken. Ihn wird man dort nicht finden. Meine Tochter findet es, glaube ich, ziemlich cool, ansonsten sieht sie es sehr gelassen, da sie es ja nicht anders kennt.

© privat; Tanja mit dem Hengst Jedrani
18.) Die neue Generation ist das ebook, was halten Sie persönlich davon und wie sehen Sie die Entwicklung? 
Ich muss gestehen, dass ich eBooks liebe. Mittlerweile lese ich sie fast nur noch, weil ich einfach keinen Platz mehr in meinem Bücherregal habe. Man muss auch bedenken, dass sich Kleinverlage von eBooks finanzieren. Sie sind in dieser schnelllebigen Branche unheimlich wichtig. Wie die weitere Entwicklung aussieht, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich denke, es wird sich schon weiter in diese Richtung bewegen. Gebundene Bücher wird es aber immer geben, davon bin ich überzeugt. Ein Buch ist einfach etwas Besonderes, man muss es einfach lieben.

19.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was halten Sie davon? Wenn Sie selber dazu gehören, weshalb haben Sie sich dazu entschieden?
Ich gehe da sehr offen mit um. Bisher habe ich immer mit Verlagen zusammengearbeitet, wäre aber nicht abgeneigt, es mal im Self Pub zu versuchen. Ich würde das auch nicht fürchten, denn ich bin in der Beziehung sehr selbstständig und auch lernfähig. Mittlerweile habe ich auch sehr gute Kontakte, bei denen ich wüsste, ich könnte sie um Hilfe bitten. Beim Lesen mache ich auch keine Unterschiede. Da zählt die Geschichte, nicht, wer sie publiziert hat.

© privat; Irland-Kerry
20.) Wenn Sie die Möglichkeit hätten mit einer verstorbenen Person einen Abend zu verbringen, wen würden sie gerne treffen und was würden Sie unternehmen?
Ich würde noch einmal meinen Opa väterlicherseits wiedersehen wollen. Wir würden wie früher zusammen Rad fahren, vielleicht ein Glas Wein trinken und über alte Sagen des Ruhrgebiets plaudern. Das würde ich mir wünschen.




1 x "Distant Shore - Sterne der See" von Tanja Bern als Kindle eBook (Amazon-Gutschein)
1 x "Distant Shore" von Tanja Bern als Hörbuch (als Audible-Gutschein oder Dropbox-Link)

 (Textquelle: amazon.de)

Romantische Irland-Novelle: 
Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn heimlich einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben ein wenig auf Abstand, sucht aber auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ...


Zu meiner Rezension: ***KLICK***

  


 Beantwortet die Gewinnspielfrage im Gewinnspiel-Formular und füllt dieses komplett aus.

Sammelt ein weiteres Los: 
Hinterlasst doch gerne auch einen Kommentar und schreibt uns, ob ihr bereits einen Titel von Tanja Bern gelesen habt oder wenn nicht, welcher euch interessieren würde. Für diesen Kommentar wandert ein weiteres Los in die Lostrommel. 


In welchem Jahr hielt Tanja Bern ihr Debüt in den Händen? 
(Hinweis: Die Lösung findet ihr im Interview!)

Einsendeschluss ist der 08.10.2015 um 12:00 Uhr



Sollte das Formular einmal nicht dargestellt sein, so könnt Ihr dieses auch HIER erreichen!


Ich bedanke mich recht herzlich bei der Autorin Tanja Bern für dieses ausführliche Interview und dem Bildmaterial.

Lieben Dank auch an 


und dem Verleger Thomas Dellenbusch, der diese Aktion möglich gemacht hat, sowie für das umfangreiche Verlosungsmaterial. Vielen lieben Dank!


Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.)  Der Gewinn wird innerhalb einer Woche nach Auslosung vom Verlag Mein KopfKino an den Gewinner übermittelt entweder durch einen Amazon-Gutschein, Audible-Gutschein oder per Dropbox-Link per email.
3.) Der Gewinner wird innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und  hier auf dem Blog bekannt gegeben. Mit der Auslosung und Versendung des Gewinns werden alle eingesendete Daten kommentarlos gelöscht!Die Daten des Gewinners werden an den Mein KopfKino Verlag zur Gewinnübermittlung weitergeletet! Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird dies gestattet.
4.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


© 2015 Katis-Buecherwelt
Bildrechte siehe Angaben unter den Grafiken