Samstag, 22. August 2015

[INTERVIEW] Im Interview Stefanie Gerstenberger



Foto © Marion Koell

Name: 
Stefanie Gerstenberger
Geburtsdatum/Sternzeichen: 28. Januar/Wassermann
Wohnort: Köln
Homepage:
www.stefaniegerstenberger.de
Familienstand: glücklich geschieden
Kinder: 2
Genre: Italienromane - mit ordentlich Liebe darin...
Pseudonyme: keine



Ich mag: Friedhöfe, Italien, Akkordeonspielen, Salsa tanzen
Ich mag nicht: Menschen, die lügen.

Bisherige Veröffentlichungen:
Das Limonenhaus 2009 (DIANA), Magdalenas Garten 2011 (DIANA), Oleanderregen 2012 (DIANA), Orangenmond 2013 (DIANA), Das Sternenboot August 2015 (DIANA), Zwei wie Zucker und Zimt (Arena)


1.) Stellen Sie sich doch bitte kurz für meine Leser vor.
Ich heiße Stefanie Gerstenberger und bin sehr glücklich, mit dem, was ich am liebsten mache mein Geld verdienen zu können: Das Schreiben.

2.) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe die ausgeübt werden/wurden?
Nach dem Abitur habe ich Deutsch und Sport studiert, nach zwei Jahren war mir klar, dass ich niemals Lehrerin werden wollte. Ich habe dann eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht. Nach einigen Reisejahren bin ich in Köln gelandet und habe dort als Requisiteurin für Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet. Irgendwann entstand der Wunsch, meine Reiseerlebnisse aufzuschreiben. Doch bis zum ersten veröffentlichten Roman kamen noch zwei Kinder und eine Heirat dazwischen.

© Privat; Arbeitsplatz von
Stefanie Gerstenberger
3.) Wenn Sie schreiben, wo tun Sie es am liebsten und wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Zum Recherchieren reise ich gerne nach Italien und treibe mich auf Friedhöfen oder Segelbooten herum, befrage alte Leute, befrage junge Leute, oder sitze mit weit geöffneten Augen und Ohren in Cafés. Zu Hause in Köln gehe ich oft in die Stadtbibliothek, leihe mir Bücher und Bildbände, und versuche, Filme zum Thema zu sehen. Zum Schreiben selber brauche ich viele Bücher um mich herum, in die ich ab und zu mal hineinschaue, und meinen eigenen Schreibtisch.

4.) Wenn Sie nicht gerade an einem Buch schreiben, was tun Sie dann gerne in Ihrer Freizeit?
Salsa tanzen, für Freunde kochen, Essen gehen, ins Kino gehen. Untätig in der Hängematte liegen.

5.) Wenn Sie selbst als Leser/in unterwegs sind, welche Bücher lesen Sie am liebsten und was eher gar nicht?
Keine Krimis, die sind mir zu blutrünstig und gewalttätig. Keine lustigen Frauenromane, die sind mir zu albern. Ich liebe Familiengeschichten, möchte beim Lesen gerührt werden, möchte gebannt sein, möglichst auch weinen. All das also, was ich mit meinen Geschichten bei meinen LeserInnen auch erreichen möchte.

6.) Haben Sie einen Lieblingsfilm oder ein Film der Ihnen aus der Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb? 
Alles Fantastische, wie Pan Tau, oder Pipi Langstrumpf. Ich habe mir früher vorgestellt, das kleine Menschen unter meinem Bett wohnen und das Gegenstände reden können. Das sagt ja wohl alles.

7.) Gibt es ein Sprichwort, welches Sie durch ihr Leben begleitet?
„Ask. Believe. Receive.“ Kein Sprichwort, aber es funktioniert!

9.) Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches und warum gerade dieses?
Italien. Schon fast langweilig, aber ich liebe Sizilien, ich liebe Elba, Rom, Apulien.
Und nach Norwegen möchte ich auch ganz unbedingt. Mir schwebt da so eine Geschichte vor...

11.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Ihre Leser freuen?
Auf einen weiteren Jugendroman, der im Arena-Verlag erscheinen wird, und den ich wieder mit meiner Tochter zusammen schreiben werde.
Und natürlich dürfen die Leser sich auf den zweiten Teil des Sternenboots freuen. Die Geschichte hat gerade erst begonnen...

© Stefan Gregorowius
12.) Eine peinliche Situation, worüber Sie heute lachen können?
Ich schreibe gerade an einer Kurzgeschichte, Arbeitstitel: Mister Güllegruben-Mann.
Vielleicht kann man sich denken, welche Art von Erlebnis (auf Elba) ich darin beschreibe. Und nein, ich bin nicht hineingefallen...

13.) In welcher Stadt außer Ihrem Geburts- und Wohnort, könnten Sie es sich vorstellen zu leben und weshalb?
Ich kann mir nicht vorstellen, in meiner Geburtsstadt zu wohnen... Köln ist wunderbar, aber für die Zukunft ist Rom ein Ziel.

14.) Erzählen Sie uns doch etwas über Ihr aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
"Das Sternenboot" beruht wieder auf einer wahren Geschichte, die mir meine Freundin Maria auf Sizilien erzählte. Ich habe viele Menschen getroffen, die die schon verstorbenen Hauptpersonen noch kannten, habe sie befragt und Fotos anschauen dürfen. Da es bei diesem Buch keinen deutschen Bezug gibt, und über eine Zeitspanne von vielen Jahren erzählt wird, musste ich ganz besonders gründlich recherchieren, um die Hintergründe zu verstehen.

15.) Hatten Sie beim aktuellen Buch ein Mitsprachrecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Ihnen persönlich?
Ja, ich versuche immer meine Ideen beim Verlag anzubringen, indem ich die Grafikerin mit meinen Fotos bombardiere... Die Marketingabteilung hat aber meistens eine andere Vorstellung. Diesmal habe ich um die Seeigelhüllen und ein Schiffstau gebeten und: Sie haben es tatsächlich getan!

16.) Wie lange schreiben Sie Durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?

Von der Idee bis zum fertigen Manuskript dauert es meistens anderthalb Jahre. Ein halbes Jahr Recherche, Sammlung von Fotos, Figurenentwicklung. Ein paar Monate reines Niederschreiben (die anstrengendste Phase), und dann, wesentlich besser: Das Überarbeiten, Ändern, Neuschreiben, Verwerfen. Ich lasse einige wenige Erstleserinnen meinen Text lesen und wieder wird überarbeitet. Dann das Lektorat vom Verlag und erneutes Überarbeiten... Am Ende lebe ich mit meinen Figuren wie in einer Kopf-Wohngemeinschaft zusammen. Schade nur, wenn sie dann wieder ausziehen müssen, um für die neunen Mitbewohner Platz zu machen.
© privat, Lieblingsleseplatz von Stefanie

17.) Haben Sie ihr Buch jemanden gewidmet? Und wenn ja, wer ist diese Person?
Ja, ich habe es der Person gewidmet, die ich nie kennen gelernt habe, der ich mich aber sehr nahe fühle, nachdem ich so viel über sie erfahren habe. Leider kann ich im ersten Teil noch nicht verraten, wer diese Person ist... aber in Teil zwei wissen dann alle, wen ich meine.

18.) Wenn Sie die Möglichkeit hätten mit einer verstorbenen Person einen Abend zu verbringen, wen würden sie gerne treffen und was würden Sie unternehmen?
Ich würde Mozart gerne treffen und mit ihm Billardspielen gehen. Ich glaube, er hatte einen Billardtisch bei sich zu Hause. Wir würden ein bisschen über Musik quatschen und uns betrinken.


Ich bedanke mich recht herzlich bei Stefanie Gerstenberger für dieses ausführliche Interview und den privaten Bildern. 

Mein Dank geht auch an den


 für die Kontaktherstellung zu Stefanie.
Vielen herzlichen Dank!


© 2015 Katis-Buecherwelt
Bildmaterial siehe Angaben


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