Freitag, 5. Dezember 2014

[INTERVIEW] Im Interview Martin Bühler + Gewinnspiel




© Bild: Privat


Name:
 Martin Bühler
Geburtstag: 01.11.1973
Wohnort: Bredstedt
Homepage: www.Autor-Martin-Buehler.de
Kinder: eine Tochter
Genre: sozialkritische Reportagen, Romane – also Non-Fiction und Fiction

Bisherige Veröffentlichungen: Schattenlicht Teil 1, Zelle 25, Grenzwertig, Schwanger ohne Sex, Familienglück, Werden und Sterben, La Gomera, TODESTAG


1.) Stellen Sie sich doch bitte kurz für meine Leser vor.
Vielen Dank für die Einladung zum Interview. Ich freue mich darüber.
Mein Name ist Martin Bühler, ich stamme aus dem schwäbischen Raum, nahe der Stadt Krumbach. Vor 15 Jahren habe ich das nordfriesische Festland zu meiner Wahlheimat gemacht. Geboren bin ich 1973. Ich habe eine 13jährige Tochter, auf die ich sehr stolz bin.

2.) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe die ausgeübt werden/wurden?
Ich habe eigentlich schon seit früher Kindheit sehr gerne geschrieben. In den 90er Jahren viel in Richtung Reproduktionsmedizin, das waren auch die ersten Veröffentlichungen in Fachmagazinen. Bis zum Jahr 2012 arbeitete ich im Fish & Seafood Sektor. Eine interessante Tätigkeit, der ich seit meinem Studium treu geblieben bin. Mich faszinierte schon immer das Element Wasser sehr. Seit 2012 schreibe ich ausschließlich und lebe davon.

3.) Wenn Sie schreiben, wo tun Sie es am liebsten und wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Was das Schreiben angeht, bin ich sehr flexibel. Mal unterwegs, mal am heimischen Schreibtisch. Ich muss in Stimmung sein, darauf kommt es bei mir an. Sehr gerne schreibe ich auch am Meer, sitzend auf einer Düne und das Rauschen des Meeres im Hintergrund. Weil ich direkt in der Nähe des Meeres wohne, genieße ich das des Öfteren.

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4.) Wenn Sie nicht gerade an einem Buch schreiben, was tun Sie dann gerne in Ihrer Freizeit?
Ich segle sehr gerne und gehe zum Ausgleich sehr gerne zum Lachsangeln an skandinavischen Gewässern.

5.) Wenn Sie selbst als Leser/in unterwegs sind, welche Bücher lesen Sie am liebsten und was eher gar nicht?
Ich lese querbeet, das einzige Genre, das mich gar nicht interessiert, ist Fantasy.

6.) Haben Sie einen Lieblingsfilm oder einen Film, der Ihnen aus der Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
Ja :) ich fand Nils Holgersson als Kind immer wunderbar; und um ganz ehrlich zu sein, auch heute noch.

7.) Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre es und weshalb?
Ein Vogel, frei zu sein und quer durch die Welt zu reisen, wäre wundervoll. Die Vogelperspektive ist unvergleichlich und relativiert oft die eigene Sicht und Denkweise.

8.) Haben Sie ein Idol ? Wenn ja wen und weshalb?
Ein Idol nicht direkt, aber durchaus Personen, die ich sehr schätze. Hans Küng, der das Buch „Christ sein“ schrieb, fasziniert mich mit seinen sozial- und oft kirchenkritischen Texten.

9.) Gibt es ein Sprichwort, welches Sie durch ihr Leben begleitet?
Kein Sprichwort, aber eine Erfahrung: Das Leben schreibt die interessantesten Stories.

10.) Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches, und warum gerade dieses?
Island und eigentlich ganz Skandinavien sind die von mir bevorzugten Länder. Die wunderbar schöne, aber auch derbe Natur begeistert mich. Der Lebensstil der Menschen faszinierte mich schon immer sehr.

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11.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Ihre Leser freuen?
Zur Zeit schreibe ich an einem sozialkritischen Buch, „Sylt im Blutrausch“.

Es handelt von den Arbeitsbedingungen auf der Urlaubsinsel Sylt; es geht um die Abzocke der
Touristen und um das Benehmen von prominenten Urlaubern auf Sylt.

12.) Ein besonderes Ereignis in Ihrem Leben?
Im Jahr 2013 begleitete ich eine junge Hamburgerin in die Schweiz, dort ging sie in den Freitod. Das war ein einschneidendes Erlebnis. Es ist auch die Hintergrundgeschichte zu meinem Buch TODESTAG.

13.) In welcher Stadt, außer Ihrem Geburts- und Wohnort, könnten Sie es sich vorstellen zu leben und weshalb?
Da gibt es eine klare Antwort: In Hamburg. Diese Stadt ist wunderbar und das Flair einzigartig.

Der Alte Fischmarkt, die große Elbstraße, es gibt so viele wunderbare Möglichkeiten in Hamburg einen Tag toll zu gestalten.

14.) Erzählen Sie uns doch etwas über Ihr aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Im Jahr 2013 entrümpelte ich den Dachboden meines Elternhauses. Dabei fand ich die Aufzeichnungen meines Vaters. Ich fing an zu lesen und mir wurde sehr schnell klar, dass dieses Stück deutsche Zeitgeschichte ein Buch werden musste. Der erste Teil von „Schattenlicht“ ist ja bereits veröffentlicht, Teil 2 und 3 folgen in den nächsten Monaten.

Es ist sehr interessant, denn es gibt Einblicke in eine Zeit, die wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können.

15.) Hatten Sie beim aktuellen Buch ein Mitspracherecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Ihnen persönlich?
Ja, „Schattenlicht“ habe ich selbst veröffentlicht. Ich behalte mir immer das Recht vor, entweder über meinen Verlag zu veröffentlichen oder eben direkt.


16.) Wie lange schreiben Sie Durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Das ist sehr unterschiedlich. An „Schattenlicht“ schrieb ich über ein Jahr.

Nach dem Schreiben geht das Manuskript ins Lektorat, das dauert dann meist auch nochmal einige Monate. Ein Lektorat ist zwingend notwendig, der Leser hat das Recht darauf, ein möglichst fehlerfreies Werk zu erhalten. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob das Buch im Verlag erscheint oder direkt veröffentlicht wird.

17.) Wie haben Sie sich gefühlt, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde? Werden Sie oft in der Öffentlichkeit erkannt?
Es ist unheimlich spannend, ob bei der ersten Veröffentlichung oder bei den darauf folgenden. Man verfolgt den Verkaufsrang des Buches, verschlingt Rezensionen und freut sich über jeden einzelnen Kommentar. Diese Spannung ist ein großer Teil der Faszination „Buch schreiben und veröffentlichen“.

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18.) Wie geht Ihre Familie damit um, dass sie in den Medien präsent sind?
Weil ich gerade 2014 viel in den Medien war, habe ich bewusst von vornherein meine Familie außen vor gelassen. Gerade wenn man auch sozialkritische Themen schreibt, sollte man die nötige Distanz
einhalten. Daher ist das ein sehr lockerer Umgang mit den Medien, klar ist aber, dass das Familienleben nicht nach außen getragen wird.

19.) Die neue Generation ist das eBook, was halten Sie persönlich davon und wie sehen Sie die Entwicklung?
Ich war anfangs etwas skeptisch, zugegeben. Denn zu einem Buch gehört für mich auch der Geruch, das Blättern und das ganze Feeling. Allerdings lese ich mittlerweile viel digital, es ist praktisch, schnell und günstig. Gefällt mir ein eBook besonders gut, kaufe ich gelegentlich auch noch die Printversion.

20.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was halten Sie davon? Wenn Sie selber dazu gehören, weshalb haben Sie sich dazu entschieden?
Für mich als Autor ist es eine tolle Sache, weil ich sehr flexibel bin. Ich entscheide selbst wie, wann und worüber ich veröffentliche. Leider gibt es auf dem unkontrollierten Markt der Selfpublisher auch einige, die wenige Seiten ohne jedes Lektorat veröffentlichen, in der Hoffnung, damit schnelles Geld zu verdienen.

Das schädigt den Ruf derjenigen Autoren, die Kosten und Aufwand einer professionellen Bearbeitung Ihrer Werke nicht scheuen. Leser, die einmal negative Erfahrungen sammeln mussten, sind schwer zu überzeugen, einen erneuten Versuch mit unbekannten Autoren zu wagen.

21.) Haben Sie ihr Buch jemandem gewidmet? Und wenn ja, wer ist diese Person?
Ja. „Schattenlicht“ habe ich meinem Vater gewidmet, denn es ist seine reale Geschichte aus einer schweren Zeit.

22.) Wenn Sie die Möglichkeit hätten, mit einer verstobenen Person einen Abend zu verbringen, wen würden sie gerne treffen und was würden Sie unternehmen?
Ich würde gerne eine Nacht lang mit meinem Vater über die vergangene Zeit sprechen.

Wir hatten bis zu seinem Tod ein super Verhältnis, leider habe ich die Zeit nicht genutzt, über die Kriegsjahre mit ihm zu reden. Wir haben viel häufiger über die Gegenwart diskutiert als über die Vergangenheit. Mein Interesse wurde erst durch seine Aufzeichnungen geweckt, als er bereits verstorben war.

+
signierter Autogrammkarte

1 x Katis-Buecherwelt Lesezeichen

 (Textquelle: amazon.de)

Im Jahr 2001 entrümpelte ich nach vielen Jahren den Dachboden im Haus meines verstorbenen Vaters. In einer gut verschlossenen Holzkiste fand ich seine von ihm niedergeschriebene Lebensgeschichte. Ich setzte mich hin und begann zu lesen. Die Geschichten über die nostalgischen 20er Jahre, über die ich mir eigentlich nie Gedanken gemacht hatte, begeisterten mich. Ich tauchte ein in die Armut der Nachkriegszeit, aber auch in eine Zeit, in der ideelle Werte die oberste Priorität hatten.



1.) Beantwortet die Gewinnspielfrage im Formular und füllt dieses komplett aus. Bei korrekter Beantwortung landet Ihr im Lostopf.

Worin fand der Autor die niedergeschriebene Lebensgeschichten seines verstorbenen Vaters?
(Hinweis: Die Lösung findet Ihr im Klappentext)

Einsendeschluss ist der 18.12.2014 um 12:00 Uhr


Sollte das Formular einmal nicht dargestellt sein, so könnt Ihr dieses auch HIER erreichen!


Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Autor Martin Bühler für dieses Interview und dem Verlosungsexemplar. Vielen lieben Dank Martin!


Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.) Euer Wohnsitz sollte auf Grund der Versandkosten in Deutschland sein!
3.) Der Gewinn wird innerhalb einer Woche nach Auslosung von mir selbst versendet.

 4.) Die Verlosung wird innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und die Gewinner werden hier bekanntgegeben. Mit der Auslosung werden alle eingesendete Daten kommentarlos gelöscht! Keine Weitergabe an Dritte.
5.) Für verloren gegangene Postsendungen kann ich leider keinen Ersatz leisten!
7.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden
8.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


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