Freitag, 3. Januar 2014

[REZENSION] Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte - Rachel Joyce

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KLICK aufs Cover

Titel: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte
Autorin: Rachel Joyce
Aus dem englischen von Maria Andreas
Genre: Roman
Erschienen: 21. November 2013
Seitenzahl: 431 Seiten
Formate: Gebundene Ausgabe/eBook
ISBN: 978-3810510815
eBook: KINDLE ; EPUB
Preis: 18,99 Euro*/16,99 Euro*
LESEPROBE ***KLICK***
Verlag: Krüger Verlag








Niemand hat das Mädchen mit dem roten Fahrrad gesehen. Nur der elfjährige Byron, der mit seiner Mutter im Wagen sitzt, als der Unfall im dichten Nebel geschieht. Byron weiß sofort: Er darf keinem etwas davon erzählen. Doch in nur zwei Sekunden ist die ganze Welt aus den Fugen geraten – und es wird mehr als ein halbes Leben dauern, bis sie wieder in den Takt kommt.(Textquelle: amazon.de)

Das Cover erinnert mich direkt an das Vorgängerbuch der Autorin. Die Covergestaltung ist bis auf das Ziffernblatt und dem Mädchen auf dem Fahrrad identisch. Die beiden Bücher sind inhaltlich jedoch nicht miteinander zu vergleichen und es kam mir hier die Frage auf: Wurde dies nur auf Grund von Werbezwecken so gestaltet?
Der Titel und das Bild mit dem Mädchen sind durch eine Prägung hervorgehoben worden und trotz der genannten Punkte gefällt mir die Covergestaltung sehr gut.

„1972 wurden der Zeit zwei Sekunden hinzugefügt..“


Dies ist der zweite Titel aus der Feder von Rachel Joyce und nachdem ich ihr Debüt „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ gelesen habe, hatte ich an dieses Buch hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden.

Dieser Roman ist in zwei Erzählsträngen abwechselnd geschrieben. Zum einen befinden wir uns im Jahre 1972, dass von Byron selbst, seiner Familie und seinem besten Freund erzählt. An einem ganz normalen Tag geschieht ein Unfall der das Leben der Familie verändern wird. Genau zu der Zeit, als zwei Sekunden der Zeitrechnung hinzugefügt wurden.
In der Gegenwart treffen wir auf einen 50-jährigen Mann, der unter verschiedenen Zwängen/Ticks leidet und der über sein Leben und wie es sich in nur einem kurzen Augenblick verändert hat, erzählt.

Rachel Joyce konnte mich mit dieser dramatischen und emotionalen Geschichte nachdenklich stimmen, jedoch nicht zu hundert Prozent überzeugen. Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein, doch so wirklich fesseln wollte es mich anfangs nicht. Erst gegen Ende des Buches hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen und durch ein Wechselbad der Gefühle getrieben.

Die Tatsache, dass das Hinzufügen der zwei Sekunden im Jahre 1972 wirklich geschehen ist, empfand ich als Grundlage zu dieser Geschichte sehr gelungen. Die Geschichte zeigt uns, dass zwei Sekunden mehr oder weniger ein ganzes Leben verändern kann und es bleibt die Frage: Was wäre wenn?

Ich habe leider sehr lange an diesem Buch gelesen, weil mir der Anfang doch zu sehr in die Länge gezogen wurde, aber das Durchhalten hat sich zum Ende hin gelohnt.

Zwei hinzugefügte Sekunden schafften es, ein Leben auf den Kopf zu stellen. Genau dies offenbart uns Rachel Joyce mit dieser Geschichte und schafft es die Leser nachdenklich zu stimmen. Ein sehr bewegender, aber auch dramatischer Roman zweier Familien, die nicht unterschiedlicher sein können und dennoch etwas gemeinsam haben."


3,5 von 5 Vögel 



© Gaby Gerster
Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry< ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Ländern auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.
(Textquelle:amazon.de)


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*Preis z. Zt. der Veröffentlichung