Samstag, 8. Juni 2013

[REZENSION] Kerstin Apel - Der Kreuzworträtselmord - Die wahre Geschichte



(Weitere Informationen zum Buch
KLICK aufs Cover)



Titel: Der Kreuzworträtsemord – Die wahre Geschichte
Autorin: Kerstin Apel
Genre: Krimi/Biografie/Erfahrungen
Erschienen: 01.02.2013
Seitenzahl: 155 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3954001422
ASIN ebook: B00B86REJU Preis: 9,95 Euro*/7,49 Euro*
LESEPROBE ***KLICK***
Verlag: Sutton Verlag






Klappentext:
Die Berliner Journalistin Shiva ist alles andere als begeistert, als ihr Chef sie aus dem lang ersehnten Urlaub in Oberhof reißt, um einen uralten, längst gelösten Kriminalfall neu zu recherchieren. Und damit will der die miese Auflage steigern?
1981 hatte der Kreuzworträtselmord die ganze Republik wochenlang in Atem gehalten und eine der größten Fahndungsaktionen der DDR ausgelöst. Aber der Täter wurde gefasst und hat seine Strafe abgesessen. Lustlos beginnt Shiva, Zeugen zu befragen und die Fakten zu rekonstruieren. An eine Story glaubt sie nicht so recht.
Nur, warum gibt sich die Polizei so zugeknöpft und wer versucht, den Täter zu verstecken? Als Shiva eine Zeugin ausfindig macht, wird sie angegriffen. Was ist damals wirklich geschehen?
Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. "Der Kreuzworträtselmord" ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete. (Textquelle: amazon.de)

Zum Buch:
Ein schlichtes in weiß gehaltenes Cover, ein Kreuzworträtsel und der Verweis auf eine wahre Geschichte. Ich denke, dass dieses Cover genau passend zu dieser Geschichte ist. Es ist ein sehr dünnes Taschenbuch, welches jedoch schon durch viele leere Seiten gestreckt wurde. Leider beinhaltet es auch noch einige Grammatik- sowie Rechtsschreibfehler.

Erster Satz:
„Aus heiterem Himmel schreibt man, wenn man von einer überraschenden Begebenheit berichten will.“

Meine Meinung:
Als mein Vorwort zu diesem sehr heiß diskutierten Buch, möchte ich vorab mitteilen, dass ich mir sehr viele Gedanken dazu gemacht habe, ob ich dieses Buch überhaupt rezensieren soll. Ich habe mich nun doch dazu entschlossen, aber es fällt mir auch nicht gerade einfach. Daher war es auch sehr schwer eine Bewertung dazu zu finden. Ich habe mich für ein Vögel von 5 Vögeln entschieden, da es auf Grund der Tatsachen doch sehr geschmacklos ist.
Wäre es ein ganz normaler Krimi, und keine so tragische Geschichte, die sich wirklich anders hätte abgespielt hätte ich anders bewertet. Doch nachdem die Tatsachen für mich ans Licht gekommen sind, hat es eine ganz andere Wirkung auf mich erzielt.

Ich lese sehr gerne Geschichten, die einen wahren Hintergrund darlegen und war daher sehr neugierig auf diesen „Krimi“. Da ich erst im Jahre 1980 geboren wurde, habe ich leider auch erst mit diesem Buch über dieses Verbrechen erfahren.

Die Autorin Kerstin Apel erfindet die Journalistin Shiva, die den Kreuzworträtselmörder-Fall aus dem Jahr 1981 wieder ins Leben befördert und gleichzeitig verarbeitet sie dadurch ihre Vergangenheit. Denn Kerstin Apel ist die damalige Freundin des Kreuzwortmörders Matthias S. (im Buch Sven G. genannt).

Die letzten 50 Seiten des Buches sind nicht mehr aus der Sicht der Journalistin Shiva geschrieben, sondern hier beschreibt Kerstin Apel (im Buch als Susanna) was wirklich an dem Tag passiert ist, und Matthias S. den kleinen Jungen ermordet hat. Aber auch die Zeit nach der Tat bis zur Verhaftung schildert diese hier.

Ich war sehr schockiert, als ich lesen musste wie kalt der Täter den kleinen Jungen ermordet hat, teilweise wurde mir auch ganz schummrig in der Magengegend. Aber mir kamen immer wieder die Fragen auf ….warum nach all dieser Zeit, bringt sie nun doch die wahre Geschichte an die Öffentlichkeit? Wie sie doch schreibt, hatte sie wahnsinnige Angst davor, als Mittäterin verhaftet zu werden. Warum also nun? Oder warum ist sie nicht direkt zur Polizei und hat alles erzählt? Eine ganz schreckliche Geschichte, in der mir auch die Familienangehörigen des Jungens sehr leid tun, denn diese leben nun durch dieses erneutes aufwärmen das Leid erneut mit. Und für mich ein Unding, dass Frau Apel hier diese Geschichte neu aufwühlt und sich nun ebenfalls als ein Opfer sieht. Mir fehlen die Worte!

Der Fall wurde nach Veröffentlichung noch einmal aufgerollt und es wird nun gegen die Autorin auf Mitwissenschaft ermittelt. Der Täter Mattias S. ist genau an dem Tag der Ermordung mit 50 Jahren am 15. Januar 2013 verstorben. (Quelle: Wikipedia)

Eine Geschichte die ich nicht unbedingt weiterempfehlen möchte, jedoch für einige hart gesonnene Leser, die sich bereits mit diesem Fall auseinander gesetzt haben. Mich wird diese Geschichte noch einige Zeit beschäftigen. 

Video zur Geschichte:
In diesem Video wird dokumentarisch über diese Geschichte gesprochen und gibt noch weitere Details zum Geschehen. Hier gehts zum Video ... ***KLICK***


Zur Autorin:
© Foto: Sutton Verlag
Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. »Der Kreuzworträtselmord« ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete. (Textquelle: Verlagsseite)





Fazit: 
Eine wahre, grausame und erschütternde Geschichte über den Mord an den jungen Lars Bense. Viele Details die man am liebsten nicht gelesen hätte. Ein Buch was einen noch Tage beschäftigen wird.

Danksagung:
Ich bedanke mich beim Sutton Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Vielen Dank!


Meine Wertung:

1,0 von 5 Vögelchen





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(* Preis z. Zt. der Veröffentlichung)