Donnerstag, 30. Mai 2013

[INTERVIEW] Ulrike Motschiunig im Autoren-Interview + Gewinnspiel


Im Autoren-Interview mit Ulrike Motschiunig 
+ Gewinnspiel

Kleiner Steckbrief zur Person:


(© Foto Privat) 


Name:
Ulrike Motschiunig
Geburtstag: 25.09.1965/
Ort: Ried im Innkreis
Familienstand: verheiratet
Kinder: Tochter und Sohn
Genre: Kinderbücher

Ich mag: Kinder, offene, herzliche Menschen, mein Leben

Ich mag nicht: Einkaufen, technische Gebrauchsanweisungen, überfüllte Terminkalender






16 Fragen an die Autorin:



1.) Stellen Sie sich bitte meinen Lesern vor.
Tja, vielleicht beginne ich am besten bei meinen auffälligsten Charaktereigenschaften. Ich bin neugierig, impulsiv und … das Gegenteil von analytisch.

So passierte es, dass ich vom Norden Österreichs in den Süden zog und von der Bankangestellten zur Kinderbuchautorin mutierte. Genaueres steht auch auf meiner Website www.kinderbuchmitherz.at.

2.) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und gibt es noch andere Berufe, die Sie ausüben?
Schreiben war für mich schon immer ein „Nachdenk- und Ausdrucksmittel“. Wenn ich über etwas grübelte, schrieb ich es einfach auf. Auf die Idee, dass ich auch Bücher schreiben könnte, kam ich durch meine beiden Kinder. Es machte mir Spaß, die eigenen Kindheitsfantasien wieder auszugraben und sie in meinen Texten zu verarbeiten. Mein Buch „Juvinia – Besuch aus dem All“ ist auf diese Weise entstanden. Wichtigste Zuhörerin und auch Kritikerin war dabei meine Tochter Ines.

Weitere Berufe? Ja, die gibt es auch. Ich bin:

Mutter,
Bankangestellte in Teilzeit,
„Haushaltsmanagerin“ und
„Butler“ für meine beiden Hauskatzen Schnurrli und Nero - wobei ich mir die beiden letzteren Jobs mit meinem Mann teile;-)


(©Foto Privat)
3.) Wenn Sie schreiben, wo tun Sie es am liebsten und wie sieht ihr Arbeitsplatz aus?
Mein liebster Platz zum Schreiben ist das Schlafzimmer. Dort mache ich es mir gerne mit meinem Netbook auf meinem Bett bequem. Hier ist auch mein liebster Leseplatz.


4.) Wenn Sie nicht gerade an einem Buch schreiben, was tun Sie dann gerne in Ihrer Freizeit?
Ich laufe gerne, bin in der Natur, lese oder spiele auf meinem Klavier (ein E-Piano, das man auch mit Kopfhörern benutzen kann … meine musikalischen Künste findet der Rest meiner Familie nämlich nicht immer toll;-)



5.) Was für Bücher lesen Sie am liebsten und welche eher gar nicht?
Ich mag Geschichten, in die man „hineinfällt“ und die einen nicht mehr los lassen. Beim Genre bin ich nicht wählerisch: Das können Historienromane sein, Geschichten, die das Leben schrieb, Krimis, auch Fantasy.

Bücher, die mich beeindruckt haben, gibt es viele, zu jenen, die ich in letzter Zeit gelesen habe, gehören: „Gute Geister“(Kathryn Stocket“), „Wie man unsterblich wird“ (Sally Nicholls), Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (Jonas Jonasson), „Er ist wieder da“ (Timur Vermes) … Was ich gar nicht mag: Wissenschaftliche Abhandlungen und Heimatromane.

6.) Haben Sie einen Lieblingsfilm oder einen Film aus der Kindheit, der Ihnen spontan einfällt und den Sie gerne gesehen haben?
In meinem Erwachsenenleben spielt Fernsehen eine nachrangige Rolle, weil ich untertags beschränkt Zeit habe und abends lieber an meinen Büchern schreibe. Aus meiner Kindheit gibt es zwei Filme, an die ich mich gerne erinnere: „Pipi Langstrumpf „ und „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren.

7.) Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre es und weshalb?
Vermutlich wäre ich eine meiner beiden Katzen. Ich könnte:
Schlafen wann immer ich Lust dazu habe,
mich kraulen lassen,
Herumtoben im Garten, wenn die Sonne scheint,
mich von den „Hausbutlern“ kulinarisch verwöhnen lassen … was für ein Lotterleben!

8.) Haben Sie ein Idol? Wenn ja, wer und weshalb?
Ich finde, jeder Mensch ist einzigartig. Und ich glaube daran, dass es für jeden von uns auch einen einzigartigen Entwicklungsweg gibt. Also wirkliche Idole habe ich nicht.

Es gibt aber Menschen, die ich bewundere, für das, was sie leisten oder geleistet haben. Unter den Kinderbuchautoren ist Astrid Lindgren einer davon.

9.) Gibt es ein Sprichwort, das Sie durchs Leben begleitet?
„Wer singen will, findet immer ein Lied“

10.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich die Leser freuen?
Derzeit schreibe ich an einer „verhexten“ Geschichte für Kinder von 9 bis 10 Jahren. Es macht großen Spaß, weil vieles in der Geschichte verflixt verkehrt ist … Pssst! Mehr wird hier aber nicht verraten;-)

11.) Die neue Generation ist das ebook – was halten Sie persönlich davon und wie sehen Sie die Entwicklung?
Ob eine neue Entwicklung oder die Entstehung eines neuen Marktes seine Berechtigung hat, hängt von Angebot und Nachfrage ab. Die Technik ist auch in die Buchbranche eingezogen. Würde ich mir etwas wünschen können, so wäre das, dass vor allem Bücher für kleinere Kinder, insbesondere Bilderbücher, durch das e-book nicht zu „Spielzeug“ werden, sondern Bücher bleiben.
Der Konsument wird entscheiden.

12.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was halten Sie davon? Wenn Sie selber dazu gehören, weshalb haben Sie sich dazu entschieden?
Ich finde, dass jeder bei dem bleiben soll, was er gut kann und gerne macht. Ich als Autorin schreibe in erster Linie gerne – für mich macht es Sinn, einen Verlag zur Seite zu haben, der sich um Layout, Lektorat und Vermarktung kümmert. Druckkostenzuschussverlage finde ich bedenklich. Der Autor liefert eine Leistung, für die er bezahlt werden soll. Nicht umgekehrt.

13.) Erzählen Sie uns doch etwas über Ihr aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Bei meinem Buch „Juvinia – Besuch aus dem All“, war es mir wichtig, eine Protagonistin zu schaffen, mit der sich Mädchen wie Buben identifizieren können, die lustig ist und trotzdem nicht oberflächlich, eine Figur, die einem zur Seite steht und dennoch Kind ist … wenn ich es mir so recht überlege – ist Juvinia wahrscheinlich so etwas wie eine außerirdische Pipi Langstrumpf.
Muse für den Plot war meine Tochter, die, als sie noch kleiner war, täglich vor dem Einschlafen hartnäckig lustige Geschichten einforderte…Juvinias lustige Abenteuer landeten dabei in der Hitliste ganz oben.

14.) Wie lange schreiben Sie durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Ich reihe mich selbst zu den Genussschreibern ein. Da kann es schon passieren, dass ich an einem Bilderbuch ein halbes Jahr oder länger herumtüftle. Nach Ideen suche ich nicht. Ich vertraue darauf, dass sie kommen – komischerweise meistens dann, wenn ich sie gar nicht gebrauchen kann, weil gerade viel zu tun ist. Dann lasse ich die Geschichte und vor allem die handelnden Figuren in meinem Kopf weiter entstehen. Über meine Protagonisten schreibe ich erst einmal auf, was mir zu ihnen einfällt. Auch, wenn diese gar keine Menschen, sondern zum Beispiel Tiere sind, oder es nur um einen Bilderbuchtext handelt. Ich glaube daran, dass der Leser es spürt, wenn der Autor seine Darsteller wirklich kennt. Erst dann beginne ich mit der Geschichte.

Die für mich schwierigste Phase ist der Punkt, an dem ich ein Manuskript wirklich loslassen kann und an den Verlag schicke – ich bin sehr kritisch mit mir selbst und überarbeite meine Manuskripte oft und immer wieder. Irgendwann kommt dann der befreiende Moment, der mir sagt: Und jetzt ist Schluss!

15.) Wie war es, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde? Werden Sie oft in der Öffentlichkeit erkannt?
Der Moment, als ich mein erstes Buch mit dem Titel „Glück gesucht!“ in Händen hielt, ist schwer zu beschreiben. Da war natürlich große Freude, Stolz, auch das Gefühl, dass ab sofort jeder der möchte, von meinen Empfindungen, die in meinem Text gelandet sind, erfahren kann. Man wird auf eine gewisse Art und Weise verletzbar und setzt sich ab sofort freiwillig der Kritik aus.
In das Buch, das ich zuerst aus der Bücherschachtel zog, die mit der Post gekommen war, schrieb ich eine kleine Widmung, Gedanken, die mir spontan in den Sinn gekommen waren. Seither verwende ich dieses Exemplar bei Lesungen. Es ist schon ein wenig zerfleddert;-) – trotzdem würde ich es nicht tauschen.
Dieses Ritual hat sich auch bei meinen anderen Neuerscheinungen eingebürgert.

In der Öffentlichkeit werde ich nicht erkannt Das finde ich auch in Ordnung. Es geht um meine Bücher, nicht um mich. Allerdings genieße ich es sehr, wenn ich in einer Buchhandlung bin und Menschen sehe, die sich gerade für meine Bücher interessieren. Dann stehe ich gerne ein wenig abseits und genieße den Moment.

16.) Wie geht Ihre Familie damit um, dass Sie in den Medien präsent sind?
Wenn in Zeitung oder Radio über meine Bücher berichtet wird, freuen wir uns gemeinsam darüber. Ich bin froh, dass ich von meiner Familie unterstützt werde. Mein Mann hilft mir in technischer Hinsicht – zum Beispiel bei der Arbeit an meiner Website, oder wir helfen zusammen beim Basteln von Workshopmaterialien …“ Kinderbuch mit Herz“ – das sind meine Familie und ich. Und meinem kleinen Sohn ist es sehr wichtig, so vielen Menschen wie möglich zu erzählen: „Die Mama ist Kinderbuchautorin!“


Ich bedanke mich bei der Autorin Ulrike Motschiunig für das sehr ausführliche Interview, dem Bildmaterial und den drei signierten Verlosungsexemplaren. 

Vielen lieben dank auch an den 




Ich habe dieses Buch auch schon gelesen, und es hat mir sehr gut gefallen. Zu meiner Rezension gelangt Ihr HIER!


Mehr zum Buch erfahrt Ihr auch in diesem Video:




Zum Gewinnspiel:

(Weitere Informationen zum Buch KLICK
aufs Bild)

Gewinnt eins von drei signierten Exemplaren von "Juvinia - Besuch aus dem All


Wie könnt Ihr gewinnen?

1.) Beantwortet die Gewinnspielfrage und füllt bitte das Gewinnspielformular komplett aus, und Ihr landet im Lostopf.
(Macht Werbung zu diesem Interview und dem Gewinnspiel und ein weiteren Los wandert in den Lostopf)

und

2.) Hinterlasst mir doch auch einen Kommentar und schreibt mir, ob Ihr die Autorin bereits kennt, und ob Ihr vielleicht schon etwas von ihr gelesen habt. Mit wem Ihr dieses Buch gerne lesen möchtet, oder aber wie Euch dieses Interview gefallen hat.




Gewinnspielfrage:
Wie lautet der Titel von Ulrike Motschiunig erstem veröffentlichen Buches? 
(Hinweis: Die Lösung findet Ihr im Interview)

Einsendeschluss ist der 06.06.2013 um 23:59 Uhr


Hier gehts zum Verlosungsformular:




Sollte das Formular einmal nicht dargestellt sein, so könnt Ihr dieses auch HIER erreichen!



Weitere Titel der Autorin:








Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.) Ihr solltet eine Postadresse innerhalb Deutschlands besitzen, ansonsten versende ich auch gerne ins Ausland, jedoch müßtet Ihr mir dann die zusätzlichen Versandkosten erstatten. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel, erklärt Ihr Euch damit einverstanden.
3.) Die Adressen werden nicht an Dritte weitergeleitet und werden nach Auslosung gelöscht.
4.) Die Verlosung wird innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und die Gewinner werden hier bekanntgegeben.
5.) Bei Verlust des Gewinns auf dem Postwege, wird kein Ersatz geleistet.
6.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden
7.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


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