Dienstag, 30. Juli 2013

[REZENSION] Tom Hillenbrand - Letzte Ernte (#3)

(Weitere Informationen zum Buch
KLICK aufs Cover)


Titel: Letzte Ernte
Autor: Tom Hillenbrand
Genre: Kulinarischer Kriminalroman
Buchreihe: Xavier Kieffer ermittelt (#3)
Erschienen: 20.07.2013
Seitenzahl: 302 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3462045338
ASIN: B00B3OA8YU
Preis: 8,99 Euro
Leseprobe ***KLICK***
Verlag: KiWi Paperback


Ein Glas Wein, Rieslingspastete und danach ein Stück Quetschetaart mit Sahne – auf der Luxemburger Sommerkirmes lassen es sich der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer und seine Freundin, die Gastrokritikerin Valerie Gabin, richtig gut gehen. Doch in einem Bierzelt drückt ihm ein Fremder plötzlich eine Magnetkarte in die Hand und verschwindet. Am nächsten Morgen wird der Mann unter der Roten Brücke tot aufgefunden. Warum hat er Kieffer diese Karte gegeben? Was hat es mit den Computercodes darauf auf sich? Und warum sind plötzlich so viele Leute hinter ihm her? Der Luxemburger Koch steht plötzlich im Zentrum einer Verschwörung und erkennt, dass seine Freundin in höchster Gefahr schwebt. (Textquelle: KiWi Paperback Verlag)

Das Cover zeigt einen alten Ofen mit einem Messingtopf, was den kulinarischen Aspekt des Buches perfekt unterstreicht. Die Klappe des Ofens wurde als Titelplatz genutzt, und passt perfekt ins Bild des Covers. Was mir besonders an diesem Cover gefällt, dass es heraussticht und nicht wie gewohnt, in dem Genre ein blutüberströmtes Cover zeigt.

Er spürte das Brennen in den Armen, merkte, wie seine Beine immer schwerer wurden.“


Dies ist der dritte Fall des Sternekochs Xavier Kieffer, allerdings für mich der erstgelesene Band der Reihe.

Xavier Kieffer bietet auf der Luxemburger Sommerkirmes Gromperekicheler (Reibplätzchen) an, als er auf einmal von jemand umgerannt wird, und dieser ihm eine Magnetkarte mit Schlüsseln in die Hand drückt. Als dieser Mann einen Tag später tot aufgefunden wird, fängt Xavier an nachzuforschen und er und seine Freundin Val begeben sich in Gefahr.

Es geht um den wirtschaftlichen Rohstoffmarkt von Lebensmitteln, von höherer Mathematik bis hin zur Informatikszene. Nebenbei verwöhnt Xavier Kieffer uns mit leckeren kulinarischen Gerichten, einer total abgefahrenen Kochshow, von der er so nicht viel hält, aber auch über sein Privatleben.

Xavier Kieffer ist ein Charakter, der meiner Meinung nach einfach zu viel raucht, sich aber sehr gut weiterentwickelt in der Geschichte und somit eine tiefe Bindung zu den Lesern einnimmt. Zu Val konnte ich mir noch kein größeres Bild machen, da für mich leider die Beziehung der beiden im Verlaufe des Buches stark abgenommen hat, und man leider nicht viel weiteres Input erhält.

Begleitet wird der Schreibstil durch luxemburgischen, berlinerischen und bayerischen Sprache. Zum Anfang hin, empfand ich dieses Flair richtig angenehm, im weiteren Verlauf durch die Häufigkeit schwieriger zu lesen und demnach auch zu folgen.

Ein wenig hat mich Xavier Kieffer an Robert Langdorn erinnert, denn auch hier geht’s um Zeichen die gesetzt wurden, um eine Magnetkarte die den Schlüssel zu etwas öffnet, doch der Code muss erst einmal entschlüsselt werden.

Sehr positiv fand ich auch, dass ich zu keiner Zeit eine Ahnung hatte, inwiefern sich dieser Fall entwickeln würde. Bis auf den letzten Seiten der Aufklärung, hatte ich keine Idee. Der kulinarische Aspekt in diesem Krimi empfand ich als sehr angenehm und mehrfach lief einem das Wasser im Mund zusammen.

Für diejenigen die den ersten Bände ebenfalls nicht kennen, dieser Teil lässt sich auch gut lesen, ohne dass man die Vorgänger gelesen hat, macht aber neugierig auf die ersten Bände.



Ein spannender kulinarischer Kriminalroman, der besonderen Art. Ein Sternekoch als Ermittler, der nebenbei eine verrückte Kochshow auf die Beine stellt. Mathematische Formeln, ein wirtschaftlicher Rohstoffmarkt und das Werk eines Hackers, lässt die Leser sehr gut unterhalten.

4,0 von 5 Vögel



© Dirk Guldner
Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Seine ersten beiden Kriminalromane standen monatelang auf Platz eins der Luxemburger Bestsellerliste. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Namen Tom König das Sachbuch: »Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus. Irrwitziges aus der Servicewelt«. Tom Hillenbrand lebt in München. (Textquelle: KiWi Paperback Verlag)













© 2013 Katis-Buecherwelt
*Preis z. Zt. der Veröffentlichung


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